Science
23.03.2015

Boeing patentiert Star-Wars-ähnliche Kraftfelder

Eine neue Technologie soll Druckwellen von Explosionen abschwächen. Die Technologie erinnert an das von Science-Fiction bekannte Deflektorschild.

Wer regelmäßig Science-Fiction-Filme sieht, der ist mit der Technologie der Deflektorschilde vertraut. Ein meist fast unsichtbares Kraftfeld schützt dabei Raumschiffe vor gegnerischem Beschuss. Doch was nach dem Wunschtraum von Hollywood-Autoren klingt, könnte dank Boeing bald Wirklichkeit werden. Der US-Konzern hat ein Patent für eine "Methode und System zur Dämpfung von Druckwellen über einen elektromagnetischen Lichtbogen" angemeldet - ein Deflektorschild sozusagen.

© Bild: Boeing/USPTO
Im Gegensatz zu Science-Fiction-Technologien kann das Kraftfeld jedoch keine Projektile abwehren, sondern soll die Effekte der Druckwellen reduzieren. Ein Sensor erkennt dabei, ob eine Explosion in der Nähe stattfindet und wirkt dabei gezielt mit einem Lichtbogengenerator entgegen. Dabei wird die Luft ionisiert und mithilfe von Lasern, Mikrowellen und Elektrizität ein Plasmafeld zwischen dem Ziel und der Explosion erzeugt. Da es dabei zu einer hohen Hitzeentwicklung kommt, kann das Kraftfeld nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden, sondern lediglich im Bedarfsfall.

Einsatz bei Mars-Flug

Ob diese Technologie tatsächlich jemals angewandt wird, ist unklar. Das Einsatzgebiet scheint jedoch klar, die Skizzen in der Patentanmeldung zeigen ein gepanzertes Fahrzeug sowie Soldaten. Bereits im Vorjahr wiesen Forscher nach, dass das "Deflektorschild", wie man es aus Science-Fiction-Filmen und -Serien kennt, technisch möglich ist. Zudem wird bereits seit längerer Zeit an kleineren Systemen gearbeitet, die Astronauten künftig auf langen Reisen durch den Weltraum, beispielsweise zum Mars, vor Strahlung schützen sollen.