Yutu hat wieder Kontakt zur Erde

© Reuters/CHINA STRINGER NETWORK

Raumfahrt
02/13/2014

China gibt Mondfahrzeug "Yutu" offiziell auf

Der Mondrover mit dem name "Jadekaninchen" war laut staatlichen Angaben nicht mehr voll funktionsfähig und kann auch nicht repariert werden.

China hat sein defektes Mondfahrzeug "Yutu" knapp zwei Monate nach der Landung auf dem Erdtrabanten offiziell aufgegeben. Die "volle Funktionsfähigkeit" des ferngesteuerten Rovers habe nicht wiederhergestellt werden können, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur China News Service (CNS) am Mittwoch.

Die chinesische Raumfahrtbehörde hatte Ende Jänner von technischen Problemen des Fahrzeugs berichtet. Für das ehrgeizige chinesische Raumfahrtprogramm ist das vorzeitige Scheitern der Mission einer herber Rückschlag.

Seit Mitte Dezember im Einsatz

"Yutu", das "Jadekaninchen", war seit dem 15. Dezember auf dem Mond im Einsatz. Mehrere Stunden nach der ersten chinesischen Mondlandung überhaupt startete der Rover seine erste Erkundungsfahrt. Nach zwei Tagen sendete er dann erste Aufnahmen zur Erde.

Ursprünglich sollte der Rover drei Monate lang über die Mondoberfläche fahren und unter anderem nach Bodenschätzen suchen. Am 25. Jänner hatte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua dann aber von einer "Unregelmäßigkeit bei der technischen Kontrolle" berichtet, die mit "der komplizierten Umgebung auf der Mondoberfläche" zu tun habe.

"Wichtiger Schritt"

China ist das dritte Land nach den USA und der früheren Sowjetunion, dem eine Mondlandung glückte. Das letzte Mal hatte die Sowjetunion im Jahr 1976 erfolgreich eine Sonde zum Mond geschickt. Die chinesische Raumfahrtbehörde feierte die erste erfolgreiche Mondlandung nach fast vier Jahrzehnten als wichtigen Schritt "für die ganze Menschheit".

Die Landung des Mondfahrzeugs war eine wichtige Etappe für das chinesische Raumfahrtprogramm, das bis 2020 den Aufbau einer dauerhaften Weltraumstation vorsieht. Für Peking ist das vom Militär verantwortete Raumfahrtprogramm ein Symbol für das wachsende internationale Gewicht des Landes und die wissenschaftliche und technische Aufholjagd gegenüber dem Westen und Russland. Das ehrgeizigste Vorhaben der chinesischen Raumfahrt ist die Entsendung eines Taikonauten, wie Astronauten in China genannt werden, zum Mond. Ein Zieldatum dafür gibt es noch nicht.

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