Science
04.08.2014

Durchbruch bei Solar-Zellen zum Aufsprühen

Statt Silizium soll Perowskit zum Einsatz kommen, das kostengünstiger ist und eine ähnliche Effizienz erreicht. Zudem kann es auf beliebige Oberflächen "gesprüht" werden.

Forscher der Universität Sheffield wollen eines der größten Probleme der Solar-Technologie gelöst haben. Derzeit sind Solar-Panele relativ kostspielig und aufgrund ihrer niedrigen Effizienz teurer als die Energieproduktion mit fossilen Brennstoffen. Durch den Einsatz des Minerals Perowskit statt Silizium ist es nun möglich, nahezu beliebige Oberflächen kostengünstig mit Solarzellen zu „besprühen“.

Perowskit ist deutlich günstiger als Silizium und kann bereits in dünnen Schichten von nur einem Mikrometer aufgetragen werden. Eine Silizium-Schicht muss zumindest 180 Mikrometer dick sein. So können beispielsweise auch Autos oder Smartphones relativ einfach mit Solarzellen ausgestattet werden. Die Effizienz des Perowskit nimmt laut den Forschern bei runden Flächen jedoch ab.

Derzeit erreichen die Forscher lediglich 11 Prozent Effizienz mit dieser Lösung. In der Praxis wurden mit Perowskit-Panelen bereits 19 Prozent Effizienz erreicht, die Forscher arbeiten nun daran, diesen Effizienzgrad zu erreichen. Die durchschnittliche Effizienz von Silizium-Solarpanelen liegt bei rund 25 Prozent.