Science
06/21/2013

DVD-Kapazität könnte auf ein Petabyte wachsen

Australische Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, die Speicherdichte von optischen Speichermedien drastisch zu steigern. Durch den Einsatz von zwei Lasern können Daten wesentlich kompakter geschrieben werden.

Eine einseitig beschreibbare Standard-DVD fasst normalerweise 4,7 Gigabyte. Die Daten werden dabei mit einem Laser in Form von kleinen Punkten als Bits mit Wert 0 oder 1 in die Struktur des Kunststoffs geschrieben. Die australischen Forscher schaffen es, auf der selben Größe ein Petabyte - das sind 1.000 Terabyte - unterzubringen, wie theconversation berichtet.

Ein Laserstrahl kann nicht beliebig stark gebündelt werden. Der Durchmesser des Strahls kann nie kleiner werden, als die halbe Wellenlänge des verwendeten Lichs. Damit ist auch die Größe der Datenpunkte sowie deren Abstand zueinander auf einer CD, DVD oder Blu-ray begrenzt. Die Forscher aus Australien umgehen dieses Limit, indem sie den Laser, der zum Lesen und Schreiben der Informationen verwendet wird, mit einem zweiten, schlauchförmigen Laser ummanteln.

Das schränkt den Primär-Laser so ein, dass effektiv kleinere Bits geschrieben werden können, weil nur noch das Zentrum des Srahls schreibfähig ist. Die erzeugten Strukturen sind nur neun Nanometer - ein Zehntausendstel eines Haardurchmessers - groß. Zusätzlich kann der Laser in drei Dimensionen, das heißt auch in mehreren Schichten, schreiben und lesen. Damit erhöht sich die Speicherkapazität drastisch. Es wird nur gängiges Equipment eingesetzt, wodurch die Technologie günstig zu implementieren wäre.

Detaills gibt es in der Nature-Veröffentlichung.

 

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