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Projekt
12/08/2011

Easyjet: Mit Infrarot gegen Vulkanasche

Die Billigfluglinie Easyjet will ab dem kommenden Sommer ein neues System zum Aufspüren von Vulkanasche in der Luft zum Einsatz bringen. Mittels Infrarot-Technologie soll der Pilot bereits aus 100 Kilometern Entfernung Asche auf seiner Flugstrecke erkennen und eine Ausweichroute bestimmen können.

Das System „Avoid“ (Airborne Volcanic Object Imaging Detector) sei zwei Wochen lang über dem Ätna, dem auf Sizilien gelegenen aktivsten Vulkan Europas, sowie über der Vulkaninsel Stromboli getestet worden. Das teilten Easyjet und Nicarnica Aviation, ein Ableger des Norwegischen Instituts für Luftfahrtforschung, am Donnerstag in London mit.

Flugchaos durch Vulkanasche

Ein Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hatte im Frühjahr 2010 wochenlang für massive Behinderungen im europäischen Flugverkehr gesorgt. „Es wird weiterhin zu Vulkanausbrüchen kommen“, sagte Nicarnica-Wissenschaftler Fred Prata mit Blick auf den isländischen Katla-Vulkan, dessen Ausbruch Beobachter als nächstes befürchten. „Da die Luftfahrt für die globale Wirtschaft entscheidend ist, brauchen wir eine praktische Lösung für das Ascheproblem.“

Die Infrarot-Technologie ist vom US-Militär entwickelt worden. Das Konzept ähnle Wetter-Radaren, die heutzutage bei kommerziellen Airlines zur Standardausrüstung gehörten, hieß es. Für die weiteren Tests wolle man mit Airbus zusammenarbeiten und ein Airbus-Testflugzeug verwenden. Schließlich soll das System dann in Serienproduktion gehen.