Science
09.10.2015

Erdbeben dank Tweets innerhalb von 30 Sekunden entdeckbar

Der geologische Dienst der USA verlässt sich auf Twitter, um Erdbeben aufzuspüren. Auf dem Kurznachrichtendienst verbreiten sich Erdstoß-Warnungen innert einer halben Minute.

Das Seismographennetz des US Geological Survey (USGS) ist zwar relativ groß, liegt aber fast ausschließlich innerhalb der USA. Deshalb hat die USGS zur Ergänzung einen Algorithmus entwickelt, der Twitter nutzt, um global nach Meldungen über Erdbeben zu suchen. Laut den US-Forschern werden Erdbeben so innerhalb kurzer Zeit nach ihrem Beginn entdeckt. Millionen von Menschen nutzen Twitter, um Erdstöße zu vermelden. Das USGS durchforstet den Dienst, um sinnvolle Informationen zu extrahieren.

Um echte Augenzeugen von Nacherzählern zu unterscheiden, berücksichtigt der Algorithmus die Länge der Tweets und Verlinkungen. Personen, die ein Erdbeben selbst erleben, fassen sich üblicherweise kurz und verwenden keine Links. Ein Beben in Napa, Kalifornien wurde 2014 auf diese Weise in nur 30 Sekunden erfasst.