Symbolhafte Darstellung von Rosetta und dem Kometen

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Raumfahrt
11/12/2014

ESA-Direktor: Chance für Landung auf Kometen “fifty-fifty”

Trotz Probleme mit einer Düse hat die ESA grünes Licht für die Landung auf dem Kometen gegeben. Die Landeeinheit "Philae" hat sich bereits von "Rosetta" getrennt.

Die Verantwortlichen der europäischen Kometensonde „Rosetta“ haben Mittwochfrüh grünes Licht für die Landung des kleinen Roboters „Philae“ gegeben. Er soll gegen 17.00 Uhr auf der Oberfläche des KometenTschurjumow-Gerassimenko“ aufsetzen - trotz Problemen mit einer Düse.

Sie habe beschlossen, wie geplant die Landeeinheit „Philae“ von der Sonde „Rosetta“ zu trennen, die um den KometenTschurjumow-Gerassimenko“ kreist, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde ESA Mittwochfrüh im Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt mit, obwohl sich in der Nacht herausgestellt hatte, dass sich ein Antriebssystem von „Philae“ nicht aktivieren lässt.

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Probleme mit beim Antriebssystem

Dabei handelt es sich um eine Düse, die verhindern soll, dass die 100 Kilogramm schwere Landeeinheit von der Kometenoberfläche abprallt. Bei der Landung werden die Beine von „Philae“ den Stoß dämpfen, während Schrauben an den Beinen sowie Harpunen den Roboter automatisch am Kometen verankern.

Gleichzeitig sollte eine Korrekturdüse dem Rückstoß durch die Harpune entgegenwirken und die Landeeinheit zu Boden drücken. „Diese Kaltgasdüse oben auf dem Lander scheint nicht zu funktionieren“, erklärte Stephan Ulamec, der „Philae“-Projektleiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, im ESA-Blog. „Wir müssen uns deshalb vollständig auf die Harpunen verlassen.“

Zeitverzögerung

„Es gab einige Probleme bei den Vorbereitungen letzte Nacht, doch wir haben uns für eine Landung entschieden“, erklärte Paolo Ferri, Chef des ESA-Flugbetriebs in Darmstadt. Die Trennung von „Rosetta“ wurde bereits bestätigt. Die Landeeinheit „Philae“ befindet sich nun auf dem Weg zum Kometen.

Die Sonde befindet sich derzeit 511 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. „Philae“ wird aus einer Höhe von etwa 22 Kilometern abgeworfen. Da er wegen der geringen Gravitation auf „Chury“ nur wenige Gramm wiegt, braucht der Roboter etwa 7 Stunden, bis er die Kometenoberfläche erreicht.

Seit zehn Jahren unterwegs

Der Darmstädter ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb, Thomas Reiter, hat den Erfolg der ersten Kometenlandung in der Geschichte der Raumfahrt auf etwa 50 Prozent geschätzt. „Man muss sagen, es ist schon mit gewissen Risiken behaftet. Wir sagen Fifty-fifty-Chance“, sagte der Ex-Astronaut am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Der Experte der Europäischen Weltraumorganisation ESA betonte: „Man muss sehr präzise navigieren in dieser unglaublichen Entfernung.“

Nach zehn Jahren im All soll sich das Mini-Labor „Philae“ von der Raumsonde „Rosetta“ lösen und nach etwa sieben Stunden am Mittwochnachmittag auf dem Kometen „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ aufsetzen.

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