Science
06/17/2013

Fliegendes Fahrrad könnte Open Source werden

Der Prototyp eines fliegenden Fahrrads, das kürzlich in Tschechien präsentiert wurde, hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Wie es mit dem Projekt nun weitergeht, ist allerdings ungewiss. Im Raum stehen eine Veröffentlichung des Designs als Open-Source-Projekt oder ein Verkauf der Technologie via eBay, wie die futurezone von den Projektentwicklern erfuhr.

Wie berichtet, handelte es sich beim mit sechs Rotoren betriebenen F-Bike von Beginn an nicht um ein kommerzielles Projekt. "Wir haben das fliegende Rad in erster Linie zu Marketingzwecken gebaut, um Aufmerksamkeit für die Technologien und Fertigkeiten der beteiligten Unternehmen zu generieren", sagt Projektleiter Jan Cinert gegenüber der futurezone. Einen Testflug mit einem Dummy als Passagier hat das F-Bike zwar schon absolviert, die Weiterentwicklung steht aber trotzdem in den Sternen.

fliegendes Fahrrad; technodat; drohne; Tschechien;

fliegendes Fahrrad; technodat; drohne; Tschechien;

fliegendes Fahrrad; technodat; drohne; Tschechien;

fliegendes Fahrrad; technodat; drohne; Tschechien;

Denn für die Weiterentwicklung gibt es noch einige Hindernisse. "Das Gerät ist in Tschechien als Kleinflugzeug klassifiziert. Die für Tests notwendigen Genehmigungen mit menschlichen Piloten würden aber weit mehr als die gesamte bisherige Entwicklung kosten", erklärt Cinert. Zudem gibt es noch Probleme mit der Steuerungs-Einheit. Diese ist für kleinere Drohnen ausgelegt, die nicht mehr als 10 Kilogramm wiegen. Das F-Bike bringt mehr als das zehnfache auf die Waage. Die Flugzeit ist derzeit auf sechs Minuten beschränkt.

Prototyp wird eventuell Open Source
Mit teureren, leistungsfähigeren Batterien könnte dieser Wert jedoch noch deutlich ausgebaut werden. Ob die tschechischen Entwickler selbst noch Verbesserungen an dem Gerät vornehmen, ist aber unklar. "Es gibt derzeit einen Prototypen. Da wir das Gerät nie in Serie produzieren wollten, ist unsere Arbeit eigentlich getan. Ob weiter an dem Projekt gearbeitet wird, kann ich derzeit daher nicht sagen. Die Partner werden sich in Kürze zusammensetzen und entscheiden", so Cinert.

Cinert zufolge sind aber einige Optionen vorstellbar, wie das ungewöhnliche Flugobjekt weiterentwickelt werden könnte. Zum einen sei denkbar, dass das Projekt inklusive des dazu gehörigen technischen Knowhows auf eBay versteigert wird. Gut gefallen würde dem Projektmitverantwortlichen allerdings auch eine Umwandlung des Projekts in Open Source, was wiederum Universitäten zur Weiterentwicklung animieren könnte.

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