Science
04.09.2012

Flybuddy2: Drohne wird mit Gedanken gesteuert

Studenten der chinesischen Universität Zhejiang haben eine Drohne vorgestellt, die sich via Gehirnstrommessung fernsteuern lassen kann. "Flybuddy2", wie das System getauft wurde, soll in einem ganz besonderen Gebiet eingesetzt werden und behinderten Menschen neue Blickwinkel auf die Welt ermöglichen.

Die "Parrot AR Drone", auch in Österreich bereits ein beliebtes Spielzeug, hat ein neues Einsatzgebiet gefunden: Künftig könnte es nicht nur per Smartphone-App, sondern auch einfach per Gedanken gesteuert werden. Denn studentische Forscher einer chinesischen Universität haben mit "Flybuddy2" ein System entwickelt, dass zwischen Hirn und Drohne Befehle vermitteln kann.

Dazu wird ein EEG-Gerät, dass Hirnströme misst, per Bluetooth an ein Notebook gekoppelt. Dieses wiederum schickt die Steuerbefehle via WiFi an die Drohne. Dabei werden tatsächlich gedankliche Befehle ("hart links", "leicht links") in Bewgungen umgesetzt. Ein besonderer Befehl ist ein Blinzler: Dann schießt die Drohne ein Foto und sendet dieses auf den Notebook-Bildschirm.

Viele Einsatzgebiete
Den chinesischen Forschern schwebt vor, "Flybuddy2" für Behinderte einzusetzen: So könne etwa ein an den Rollstuhl gefesselter Mensch seinen Blickwinkel per Drohne erweitern. Ein weiteres Einsatzgebiet wäre der Game-Markt, und auch im militärischem Bereich könnte das System Anwendung finden.

Offiziell vorgestellt wird "Flybuddy2" auf der Konferenz "ACM International Conference on Ubiquitous Computing" (Ubicomp), wo es sich den ersten Tests durch Experten stellen muss.

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