Science
11.01.2016

Ford testet selbstfahrende Autos im Schnee

Bei gutem Wetter wird eine 3D-Karte erstellt, damit die Autos auch bei verschneiten Straßenschildern und Fahrbahnen sicher autonom unterwegs sind.

Nach eigenen Angaben wird Ford als erster Pkw-Hersteller selbstfahrende Autos bei Schnee testen. Die Tests werden in der Mcity stattfinden, eine eigens gebaute Ministadt für autonome Autos.

Viele der Systeme in den selbstfahrenden Autos arbeiten mit optischen Sensoren und Kameras, um etwa Straßenschilder und Bodenmarkierungen zu erfassen und entsprechend zu reagieren. Da dies nur bedingt möglich ist, wenn die Straße und Straßenschilder von Schnee bedeckt sind, erprobt Ford zusammen mit der Universität von Michigan eine Lösung für dieses Problem.

Bei gutem Wetter legt das Auto eine 3D-Karte von der Umgebung an, die dann bei schlechtem Wetter abgerufen wird. Vorhandenes Kartenmaterial anderer Anbieter könne laut Ford nicht genutzt werden, da das damit verbundene GPS zur Positionierung zu ungenau sei. Ein paar Meter Abweichung beim GPS könnten ausreichen, um das Auto auf den falschen Fahrstreifen zu lenken.

Die schwierigen Straßenbedingungen aufgrund von Schnee oder Eisregen stellen kein allzu großes Problem für die selbstfahrenden Autos dar. Die Software des Autopiloten arbeitet gezielt mit den üblichen Sicherheitsmaßnahmen, wie ABS, ESC und Traktionskontrolle zusammen. Zukünftig sollen die selbstfahrende Ford-Autos die Wetterbedingungen mit der Leistungsfähigkeit dieser Fahrhilfen abgleichen und so feststellen können, ob es noch sicher ist zu fahren und wenn ja wie lange, falls der Schneefall anhält.