Science
17.11.2015

Forscher fordert "Bettmodus" für Schlaf störende Handys

Ein britischer Arzt fordert, dass Handys und Tablets einen "Schlafenszeit-Modus" bekommen, der den Schlafrhythmus weniger stört.

Der hohe Blauanteil des Lichts, das von den Displays von Handys, Tablets und E-Readern abgegeben wird, kann den Schlafrhythmus der Nutzer beeinträchtigen. Deshalb fordert der britische Arzt Paul Gringras, dass entsprechende Geräte einen Bett-Modus haben sollten, der diesen Einfluss minimiert, berichtet die BBC. Durch blaustichiges Licht bleibt der Körper in der Wachphase und das Einschlafen wird schwerer. Abends produziert der Körper das Schlafhormon Melatonin. Dieses System kann durch Licht, das im grün/blauen Ende des Spektrums liegt, gestört werden.

Gringras, der das Display-Licht in einer Studie untersucht hat, sagt, dass neue Geräte zunehmend heller und bläulicher werden, er verlangt mehr Verantwortungsbewußtsein bei den Herstellern. Es gibt bereits Apps, die den Grüm- und Blauanteil des Bildschirmlichts reduzieren. Gringras fordert, dass die Hersteller diese Technologie in ihre Geräte einbauen, so dass der Bildschirm bei Nutzung am Abend automatisch angepasst wird.