© Lockheed Martin/Reuters

Energie

Fusionsreaktor Iter wird teurer

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schreibt, die Fertigstellung des Experimentalreaktors verzögere sich nochmals um etwa fünf Jahre bis 2025. Unter Berufung auf einen internen Bericht des Bundesforschungsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags heißt es, allein die Errichtung des zentralen Gebäudekomplexes sei „bis zu 45 Monate“ in Verzug und könne sich „um bis zu eine Milliarde Euro verteuern“.

Die Iter-Organisation bestätigte diese Zahlen am Donnerstag nicht. Eine verlässliche Kostenschätzung sowie ein neuer Zeitplan würden in der kommenden Woche den Projektpartnern und dann sofort der Öffentlichkeit vorgestellt, sagte eine Sprecherin. Bisher wurden die Kosten des gemeinsamen Projektes von China, Indien, Japan, Korea, USA, Russland und Europäischer Union auf 15 Milliarden Euro geschätzt. Im „Spiegel“ verteidigte der seit März neue Iter-Generaldirektor Bernard Bigot das Vorhaben: „Es gibt nicht so viele Alternativen, um saubere und nachhaltige Energie zu produzieren“, sagte der Franzose. „Wenn wir Erfolg haben, erschließen wir eine klimaneutrale, fast unerschöpfliche Energiequelle, die überall verfügbar ist.“

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