Satellitennavigationssystem
12/12/2011

Galileo soll sieben Milliarden Euro kosten

Eingeplant waren rund 3,4 Milliarden

Bau und Betrieb des europäischen Satellitennavigationssystem Galileo sollen bis zum Ende des Jahrzehnts sieben Milliarden Euro kosten. Industriekommissar Antonio Tajani spreche davon, die Kosten im Zeitraum von 2014 bis 2020 bei dieser Summe zu deckeln, sagte Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär im deutschen Bundesverkehrsministerium, am Montag in Brüssel. Ursprünglich waren für das Galileo-System, mit dem Europa die Vormacht des US-amerikanischen GPS („Global Positioning System“) brechen will, Kosten von 3,4 Milliarden Euro eingeplant.

Immer wieder brachten Verzögerungen im Zeitplan und Kostensteigerungen Galileo in die Kritik. Der Betrieb war eigentlich schon für 2008 geplant. Galileo soll weltweit metergenaue Positionsbestimmungen ermöglichen. Dies soll nicht nur dem Verkehr zu Lande, im Wasser und in der Luft helfen, sondern auch der Industrie und der Landwirtschaft.