Der humanoide Unterwasser-Roboter OceanOne
© Frederic Osada and Teddy Seguin/DRASSM

Robotik

Humanoider Roboter-Taucher hilft Unterwasser-Archäologen

"La Lune" war das Flaggschiff des französischen Königs Louis XIV. Im Jahr 1664 ist es im Mittelmeer versunken. Nun arbeiten Unterwasser-Archäologen daran, dem jahrhundertelang unberührten Wrack seine Geheimnisse zu entlocken. Unterstützt werden sie dabei erstmals vom Roboter OceanOne. Dieser hat einen Kopf mit zwei Kamera-Augen, einen Torso und zwei Arme. Das menschliche Aussehen soll ihm die Fähigkeit verleihen, besonders behutsam mit gesunkenen Schätzen umzugehen.

Echtzeit-Feedback

Entwickelt wurde OceanOne von der Stanford University. Die Expedition zu "La Lune" ist der erste Einsatz des Roboters in der Praxis. Statt Beinen oder einer Schwimmflosse besitzt OceanOne acht Propeller, die den Roboter unter Wasser stabil halten. Die Arme sind mit Berührungssensoren ausgestattet. Widerstände werden in Echtzeit an den Piloten weitergegeben. Dieser soll dadurch das Gewicht eines Gegenstandes gleichsam fühlen können.

Der humanoide Unterwasser-Roboter OceanOne

Gefahrenzone

Mit menschlichen Tauchern kann der humanoide Roboter mittels Handgesten kommunizieren. OceanOne soll künftig neben der Erforschung von Schiffswracks auch bei der Erkundung von Korallenriffen, bei der Wartung von Ölbohrinseln oder bei Katastrophen wie dem Unfall im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi eingesetzt werden. Im Grunde lässt er sich überall dort einsetzen, wo die Gefahr für menschliche Taucher zu groß wäre.

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