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Impfstoff-Ticker

EU kauft bis zu 1,8 Milliarden Impf-Dosen von Biontech

  • Sputnik V: Verwirrung um Fehler beim Vektorimpfstoff (mehr)
  • Pfizer kündigt Pille gegen Corona an (mehr)
  • Wie das Thrombose-Risiko bei AstraZeneca einzuschätzen ist (mehr)
  • Grüner Pass für Österreich frühestens im Juni (mehr)
  • 2 Österreicher entwickeln Ein-Dollar-Impfstoff mit (mehr)
  • Österreich gründet Taskforce für Produktion von Impfstoffen (mehr)
  • Cyberkriminelle attackieren Krankenhäuser und Impfstoffhersteller (mehr)
  • Was die Corona-Mutationen für die Impfstoffe bedeuten (mehr)
  • Freiwillige werden mit COVID-19 infiziert (mehr)

Impfstoff-Ticker

  • | Franziska Bechtold

    EU-Vertrag über 1,8 Milliarden Impf-Dosen von Biontech

    Die EU hat den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer vertraglich gesichert. Sie sollen bis 2023 geliefert werden. Zunächst sind 900 Millionen Dosen vorgesehen, weitere 900 Millionen Dosen sind optional. Die Summe pro Dosis könnte bei ungefähr 19,50 Euro liegen.

  • | Gregor Gruber

    Notfallzulassung für Sinopharm

    Die WHO hat Sinopharm als ersten chinesischen Impfstoff die Notfallzulassung erteilt. Mehr dazu lest ihr hier: WHO erteilt Notfallzulassung für chinesischen Impfstoff Sinopharm

  • | Gregor Gruber

    EMA untersucht Nervenerkrankung nach AstraZeneca-Impfung

    Die europäische Arzneimittelbehörde EMA untersucht Fälle einer seltenen Nervenerkrankung im Zusammenhang mit einer Impfung mit AstraZeneca. Im Rahmen einer regelmäßigen Überprüfung der Sicherheitsberichte für den Impfstoff Vaxzevria würden Daten zu aufgetretenen Fällen des Guillain-Barre-Syndroms (GBS) unter die Lupe genommen, teilte die EMA am Freitag mit, ohne die Zahl der Fälle zu beziffern.

    Von AstraZeneca habe man detaillierte Daten angefordert. Der britisch-schwedische Pharmakonzern wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Das Guillain-Barre-Syndrom ist eine Erkrankung der Nerven, bei der das eigene Immunsystem die Ummantelung der Nervenzellen attackiert. Oft gehen dem Syndrom virale oder bakteriellem Infektionen voraus, es kann zu Lähmungen führen.

    Die EMA will nach Angaben von Freitag zudem Fälle von Herzmuskelentzündungen im Zusammenhang mit den Impfstoffen von Biontech und seinem US-Partner Pfizer sowie von Moderna analysieren. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass die aufgetretenen Fälle durch die Impfungen verursacht wurden. (Reuters)

  • | Gregor Gruber

    Junge Briten bekommen Alternative zu AstraZeneca

    Das britische Impfgremium hat die Empfehlung ausgesprochen, dass 18- bis 39-Jährige eine Alternative zu AstraZeneca angeboten werden soll. Diese Option soll es geben, solange andere Impfstoffe verfügbar sind und es dadurch nicht zu Verzögerungen im Impfplan kommt.

    In einigen Regionen könnten Betroffene die Wahl nicht haben, da dort die Infrastruktur fehlt, um Biontech oder Moderna korrekt gekühlt zu lagern. AstraZeneca lässt sich leichter transportieren und lagern.

    June Raine, Leiterin der medizinischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel in Großbritannien (MHRA), hat sich zur Impfung von jüngeren Menschen mit AstraZeneca geäußert, berichtet BBC. Für die meisten Menschen überwiege der Nutzen das Risiko. Doch „das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko ist deutlich besser für ältere Menschen. Bei jüngeren Menschen ist das Verhältnis ausgewogener.“

    In mehreren Ländern wird AstraZeneca nicht mehr an jüngere Personen verimpft, wegen seltenen Fällen von Hirnvenenthrombosen, die nach Impfungen aufgetreten sind. Einigen Personen sind an den Folgen der Thrombosen verstorben.

  • | Franziska Bechtold

    Studie: Biontech/Pfizer-Vakzin hat hohe Wirksamkeit gegen Mutanten

    Eine Studie aus Katar mit etwa 380.000 Teilnehmer*innen bescheinigt dem Impfstoff von Biontech/Pfizer eine hohe Wirksamkeit gegen Mutanten. Es handelt sich dabei um Real-World-Data.

    Dem Biontech-Vakzin wurde eine Wirksamkeit von 90 Prozent gegen die Britische Mutante (B.117) nachgewiesen. Gegen die südafrikanische Mutante (B.1351) hatte es eine Wirksamkeit von 75 Prozent. Ein Schutz gegen schwere Verläufe wurde zu 100 Prozent gewährt. 

    Dabei ist die zweite Dosis besonders wichtig. Nach der ersten Impfung konnte nur eine Wirksamkeit von 17 Prozent gegen die südafrikanische Mutante nachgewiesen werden. Erst nach der zweiten Dosis stieg der Wert auf 75 Prozent. 

  • | Florian Christof

    Moderna-Auffrischung wirkt gegen Corona-Varianten

    Eine Auffrischungsdosis des Corona-Impfstoffs von Moderna wirkt ersten Daten des US-Unternehmens zufolge gut gegen Coronavirus-Varianten. Das Unternehmen veröffentlichte am Mittwoch Daten aus einer laufenden Studie zu zwei verschiedenen sogenannten Booster-Dosen - einerseits mit dem bereits in vielen Ländern der Welt zugelassenen Impfstoff und andererseits mit einer auf Basis der zuerst in Südafrika identifizierten Virus-Variante entwickelten Booster-Dosis.

    Beide hätten die Entwicklung von Antikörpern gegen diese Virus-Variante und die zuerst in Brasilien entdeckte Virus-Variante bewirkt - die neu entwickelte Booster-Variante in Hinblick auf die Südafrika-Variante noch deutlicher. Zudem seien beide Booster-Dosen gut vertragen worden. Weitere Daten zu der Studie will das Unternehmen demnächst veröffentlichen. (DPA)

    FILE PHOTO: COVID-19 vaccinations at pharmaceutical company Apotex in Toronto
  • | Florian Christof

    USA wollen Patentschutz für Corona-Impfstoffe aussetzen

    Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Sollte der Patentschutz fallen, könnte die Produktion dadurch langfristig deutlich angekurbelt werden.

    Alle Details dazu sind hier nachzulesen.

  • | Barbara Wimmer

    Kanada impft Kinder von 12 bis 15

    In Kanada darf der Coronavirus-Impfstoff von Biontech und Pfizer nun auch Zwölf- bis 15-Jährigen verabreicht werden. Das teilte die federführende Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Sie bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie. (Agenturen)

  • | Thomas Prenner

    Österreich kauft 40 Millionen Impfdosen für 2022/2023

    Österreich deckt sich mit Impfstoff ein. Die Regierung beschließt am Mittwoch im Ministerrat den Kauf von 42 Millionen zusätzlichen Impfdosen für die Jahre 2022/2023. Dafür nimmt sie 800 Mio. Euro in die Hand mit der Option auf Aufstockung. Der gesamte Kostenrahmen für die bisher gekauften und bestellten 72,5 Mio. Dosen beträgt damit 1,2 Mrd. Euro. Darüber hinaus beschließt die Regierung weitere Details für den Grünen Pass, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vor der Sitzung.

    Impfdosen, die nicht gebraucht werden, können entweder weiterverkauft oder im Rahmen multilateraler Hilfsprogramme gespendet werden. Die zusätzlichen Kosten werden aus dem Corona-Krisenfonds bedeckt. Von den zusätzlichen 42 Mio. Dosen entfallen 35 Mio. auf Pfizer-Biontech, 3 Mio. auf Moderna und 4 Mio. auf Johnson & Johnson.

    Aktuell geht man davon aus, dass nach der ersten Immunisierung weitere Auffrischungsimpfungen notwendig sein werden, gegebenenfalls auch mit an neue Varianten angepassten Impfstoffen, sagte Kurz. „Einerseits ist noch nicht bekannt, wie lange der Impfschutz nach Grundimmunisierung letztendlich anhält. Andererseits ist derzeit auch unklar, ob und in welchem Ausmaß zukünftig weitere Impfungen auf Grund neuer Varianten von SARS-CoV-2 notwendig sein werden, um weiter und dauerhaft einen optimalen Impfschutz zu bieten“, heißt es im Ministerratsvortrag. (apa)

  • | Florian Christof

    EMA startet Schnell-Prüfverfahren für chinesischen Impfstoff

    Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat das Prüfverfahren für den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet. Die Daten würden im beschleunigten Verfahren bewertet, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.

    Die Experten der EMA begründeten ihre Entscheidung mit vorläufigen Ergebnissen aus klinischen und Labor-Studien. Daraus werde deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege und daher als Schutz gegen COVID-19 wirksam sein könne.

    Dauer des Verfahrens unklar

    Die EMA prüft nach dem sogenannten Rolling Review-Verfahren. Danach werden alle Daten bewertet, noch vor dem Abschluss der Studien und bevor der formelle Antrag auf Marktzulassung gestellt wurde. Wie lange das Prüfverfahren dauern wird, ist unklar.

    Bisher sind in der EU 4 Impfstoffe zugelassen. 3 weitere Präparate werden bereits länger nach dem Rolling Review-Verfahren geprüft. (APA/DPA)

  • | Florian Christof

    USA: Bald grünes Licht für Pfizer-Impfstoff für Kinder

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA könnte US-Medienberichten zufolge den Corona-Impfstoff des deutschen Impfstoffherstellers Biontech und seines US-Partner Pfizer bereits in wenigen Tagen für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zulassen.

    Noch Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche könnte die bereits bestehende Notfallzulassung für Menschen ab 16 Jahre dementsprechend angepasst und erweitert werden, berichtete unter anderem die "New York Times" am Montag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Bundesbeamte.

    Antrag auch in Europa

    Vor rund einem Monat hatten Biontech/Pfizer einen entsprechenden Antrag bei der FDA eingereicht. Auch bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ein solcher Antrag.

    Zuvor hatten die Unternehmen mitgeteilt, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt habe. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen. (APA/DPA)

    Vaccine clinic for special needs children and families in Worcester
  • | David Kotrba

    Sanders an Hersteller: Gebt Impfstoffe frei

    Der US-Senator Bernie Sanders bittet Präsident Joe Biden gemeinsam mit neun seiner Kollegen, vorübergehend die Patentrechte von amerikanischen Pharmaunternehmen aufzuheben, die Corona-Impfstoffe produzieren. Dies würde ermöglichen, dass Impfstoffe auch in ärmeren Ländern der Welt produziert werden. 80 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation WHO plädieren ebenso für dieses Vorhaben.

    Wie Business Insider berichtet, sind die betroffenen Pharmaunternehmen Pfizer, Modern und Johnson & Johnson weniger begeistert von dem Plan. Sie heben hervor, dass es bei einer Öffnung ihrer Rezepturen zu Sicherheitsproblemen kommen könnte. Über den Plan wird dennoch diesen Monat in der WHO beraten.

    Die US-Regierung unter Joe Biden hat noch nicht durchklingen lassen, wie sie zu dem Vorschlag steht. In der vergangenen Woche versicherte der US-Präsident noch, dass man Indien bei der derzeit eskalierenden Infektionslage mit zusätzlichen Impfstofflieferungen unter die Arme greifen wolle.

     

  • | Patrick Dax

    Impfbereitschaft gestiegen, Skepsis gegenüber AstraZeneca

    Fast drei von vier Österreicher*innen würden eine Impfung mit dem umstrittenen Vakzin von AstraZeneca verweigern. Das geht aus dem Österreich-Trend von Peter Hajek für APA und ATV hervor. Demnach sagen 73 Prozent Nein zu dem in Verruf geratenen Impfstoff. Ein leichtes Imageproblem hat auch der zweite zugelassene Vektor-Impfstoff von Johnson&Johnson, den 31 Prozent ablehnen.

    Insgesamt ist die Bereitschaft zu einer Immunisierung aber gestiegen.Bei der Erhebung im April gaben 52 Prozent an, entweder schon geimpft zu sein oder sich jedenfalls impfen lassen zu wollen. 27 Prozent bezeichneten eine Immunisierung zumindest als unwahrscheinlich, der Rest überlegt. Im Jänner lautete das Verhältnis noch 41 zu 34. Dennoch sollte dieser insgesamt niedrige Wert nach Einschätzung Hajeks dafür sorgen, dass die Regierung ihr Versprechen halten kann, jedem Impfwilligen bis Anfang Juli zumindest eine erste Teil-Immunisierung zu ermöglichen.

    Die Impfverweigerer*innen sind zu einem großen Teil wenig überraschend im Lager der FPÖ-Wähler*innen zu finden. Gleich 43 Prozent aus dieser Gruppe gaben an, keinesfalls eine Impfung in Anspruch nehmen zu wollen. Bei Wähler*innen der anderen Parteien wurden Werte im einstelligen Bereich bzw. bei den NEOS von 14 Prozent erhoben. (apa)

  • | Martin Jan Stepanek

    Belohnung für Impfwillige in den USA

    In den USA ist die Impfung der Bevölkerung bislang gut vorangeschritten, zuletzt ließen sich aber deutlich weniger Menschen impfen. Um Millionen US-Amerikaner*innen zur Impfung zu bewegen, zaubern Firmen, Organisationen, aber auch Bundesstaaten nun eine Reihe von Belohnungen aus dem Hut.

    Die Donut-Kette Krispy Kreme gibt bei Vorzeigen der eigenen Impfkarte jeden Tag einen Donut gratis aus. Auch das  Naturkundemuseum in New York lockt Impf-Muffel: Direkt unter der berühmten Nachbildung eines Blauwals können Leute ihre Spritze bekommen - und danach das Museum kostenlos besuchen.

    Marihuana und Geld

    Auch Marihuana-Aktivisten sind auf den Zug aufgesprungen - und nehmen die Kiffer ins Visier. Unter anderem in New York und Washington gab eine Lobby-Gruppe Joints für Geimpfte aus und erhielt damit ebenfalls einige Aufmerksamkeit. Bei der Aktion ging es nicht nur darum, für die Impfung zu werben, sondern auch für die Legalisierung von Cannabis in weiteren Bundesstaaten.

    Den zaghaften jüngeren Amerikanern will der Bundesstaat West Virginia mit einer finanziellen Belohnung auf die Sprünge helfen. Die Behörden dort bieten 16- bis 35-Jährigen für eine Corona-Impfung ein Wertpapier in Höhe von 100 US-Dollar an. Es gehe darum, diese Bevölkerungsgruppe „wirklich zu motivieren“, um die Pandemie gemeinsam zu besiegen, erklärte Gouverneur Jim Justice. Auch bereits geimpfte Jüngere - insgesamt rund 380 000 Menschen - hätten Anspruch auf die Anleihe. (dpa)

    US-BUSINESS-KRISPY KREME
  • | Franziska Bechtold

    Biontech erwartet baldige Zulassung seines Vakzins für Kinder

    Biontech rechnet mit einer baldigen Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder. "Wir haben die Studiendaten für die 12- bis 15-Jährigen in den USA für die bedingte Zulassung eingereicht, in Europa sind wir in den letzten Zügen vor der Einreichung", sagte Biontech-Gründer und -Chef Ugur Sahin dem "Spiegel". Am kommenden Mittwoch solle bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA eine Zulassung für Kinder ab 12 Jahren beantragt werden.

    Bei den bereits in der EU zugelassenen Corona-Vakzinen vergingen zwischen Antrag und Zulassung jeweils einige Wochen. Anfang April hatten die Impfstoff-Partner Biontech und Pfizer die Notfallzulassung für die junge Altersgruppe in den USA eingereicht. Sowohl in den USA als auch in der EU ist der Impfstoff bisher für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

    Tests bei 6 Monate alten Kindern

    Die Mainzer und der US-Konzern testen inzwischen das Vakzin auch bei Kindern ab dem 6. Lebensmonat bis zum 11. Lebensjahr, im März wurden die ersten Kinder in dieser Studie geimpft. "Im Juli könnten erste Ergebnisse für die 5- bis 12-Jährigen, im September für die jüngeren Kinder vorliegen, die Auswertung dauert etwa 4 bis 6 Wochen", sagte Sahin. "Wenn alles gut geht, können wir, sobald die Daten ausgewertet sind, in verschiedenen Ländern den Antrag auf Zulassung des Impfstoffs für alle Kinder der jeweiligen Altersgruppe einreichen."

    Ende März hatten Biontech und Pfizer von sehr hohen Antikörperantworten aus der Zulassungsstudie bei 12- bis 15-Jährigen berichtet. Der Impfstoff sei gut vertragen worden und habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen COVID-19 geboten. Pfizer-Chef Albert Bourla hatte die Hoffnung geäußert, vor Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Impfen dieser Altersgruppe beginnen zu können. (apa)

  • | David Kotrba

    3 Millionen Impfungen verabreicht

    Nachdem am 10. April die 2 Millionen Impfungen überschritten wurden, wurde im Laufe des gestrigen Tages die 3 Millionen-Marke geknackt. Wir stehen somit heute bei gut 3,05 Millionen Impfungen in Österreich. Seit dem 30. März wurden somit mehr als 1,4 Millionen Impfungen in Österreich verabreicht, mehr als 46.000 Impfungen durchschnittlich pro Tag.“, freut sich Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.

    Knapp 30 Prozent geimpft

    Waren Ende März noch etwas mehr als 32 Prozent der über 65-Jährigen geimpft, so sind es heute bereits mehr als 66 Prozent. Auch bei der gesamten impfbaren Bevölkerung hat sich dieser Wert verdoppelt. Waren es dort vor einem Monat noch rund 15 Prozent, die bereits eine Impfung erhalten haben, sind es heute bereits knapp 30 Prozent, die bereits mindestens eine Dosis der Corona-Schutzimpfung erhalten haben.

    „Der April hat uns gezeigt, wie gut wir das Impftempo in Österreich verbessern können wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist. Im Mai rechnen wir mit rund 500.000 Dosen gelieferten Impfstoffen pro Woche. Somit werden wir das Impftempo noch einmal deutlich erhöhen können. Im Juni werden es dann sogar 700.000 Dosen pro Woche sein.“, so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.

    Phase 3 beginnt

    Mit Mai wird die Phase 3 unseres Impfplans beginnen. Diese kennzeichnet sich durch eine großflächige Impfstoffverfügbarkeit aus, wodurch eine breite Impfung der Bevölkerung begonnen werden kann. Die primäre Priorisierung in Phase 3 erfolgt weiterhin nach Alter und gesundheitlichen Risiken. Im Laufe der kommenden Wochen ist mit einer großflächigen Öffnung der Anmeldung in allen Bundesländern zu rechnen. Außerdem werden wir Mitte Mai auch in den Betrieben zu impfen beginnen.

    „Dadurch werden wir unsere Impfziele gut erreichen können und bis zum Sommer alle Impfwilligen zu impfen. Bis zu 70% der impfbaren Bevölkerung ist realistisch, wenn wir alle zusammenhelfen. Denn im Juni wird erstmals mehr Impfstoff verfügbar sein, als es Impfwillige gibt. Dann heißt es, auch jene Menschen in Österreich von der Sinnhaftigkeit der Corona-Schutzimpfung zu überzeugen, die noch zögern. Sie ist der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie und wird uns viele unserer gewohnten Freiheiten wieder zurückbringen. Darum bitte ich alle, dieses wichtige Angebot zu nutzen und bei der ersten Gelegenheit einen Impftermin zu buchen“, so Mückstein abschließend. (apa,ots)

  • | Thomas Prenner

    Biontech erwartet baldige Zulassung des Vakzins für Kinder

    Der deutsche Biotechkonzern Biontech rechnet mit einer baldigen Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder. „Wir haben die Studiendaten für die Zwölf- bis 15-Jährigen in den USA für die bedingte Zulassung eingereicht, in Europa sind wir in den letzten Zügen vor der Einreichung“, sagte Biontech-Gründer und -Chef Ugur Sahin dem „Spiegel“. Am kommenden Mittwoch solle bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA eine Zulassung für Kinder ab zwölf Jahren beantragt werden.

    Bei den bereits in der EU zugelassenen Corona-Vakzinen vergingen zwischen Antrag und Zulassung jeweils einige Wochen. Anfang April hatten die Impfstoff-Partner Biontech und Pfizer die Notfallzulassung für die junge Altersgruppe in den USA eingereicht. Sowohl in den USA als auch in der EU ist der Impfstoff bisher für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

    Zeitplan

    Die Mainzer und der US-Konzern testen inzwischen das Vakzin auch bei Kindern ab dem sechsten Lebensmonat bis zum elften Lebensjahr, im März wurden die ersten Kinder in dieser Studie geimpft. „Im Juli könnten erste Ergebnisse für die Fünf- bis Zwölfjährigen, im September für die jüngeren Kinder vorliegen, die Auswertung dauert etwa vier bis sechs Wochen“, sagte Sahin. „Wenn alles gut geht, können wir, sobald die Daten ausgewertet sind, in verschiedenen Ländern den Antrag auf Zulassung des Impfstoffs für alle Kinder der jeweiligen Altersgruppe einreichen.“

    Ende März hatten Biontech und Pfizer von sehr hohen Antikörperantworten aus der Zulassungsstudie bei Zwölf- bis 15-Jährigen berichtet. Der Impfstoff sei gut vertragen worden und habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen Covid-19 geboten. Pfizer-Chef Albert Bourla hatte die Hoffnung geäußert, vor Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Impfen dieser Altersgruppe beginnen zu können. (apa/reuters)

    COVID-19 vaccination campaign at Disneyland Paris theme park, in Marne-la-Vallee
  • | Franziska Bechtold

    Verwirrung um möglichen Fehler bei Sputnik V

    Die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa hat Sputnik V keine Zulassung erteilt. Ein Grund dafür sei, dass der verwendete Adenovirus, der als Vektor dient, nicht wie üblich inaktiv gemacht wurde. So können Menschen mit dem Adenovirus infiziert werden. Möglicherweise wird so auch keine Immunantwort auf das Coronavirus ausgebildet. Sputnik V widerspricht den Vorwürfen. Diese seien "politischer Natur" und nicht wissenschaftlich basiert.

  • | Franziska Bechtold

    6 Fälle von Myokarditis nach Impfung in Österreich

    Nach Covid-19-Schutzimpfungen sind in Österreich bis 23. April 6 Fälle einer Herzmuskelentzündung gemeldet worden. Vier Mitteilungen an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) betrafen das AstraZeneca-Vakzin, zwei Biontech/Pfizer. Das geht aus dem BASG-Update über vermutetet Nebenwirkungen der Corona-Impfungen von Mittwoch hervor. In Israel werden derzeit Dutzende Myokarditis-Fälle nach Biontech/Pfizer-Impfungen untersucht, eine Häufung ist nicht erwiesen.

    Mögliche Ursachen einer infektiösen Herzmuskelentzündung sind vor allem Viren - z.B. Herpes, Parvo, Coxsackie, Influenza, Adeno, Polio, Hepatitis, HIV - informiert das Gesundheitsministerium online allgemein zu dem Krankheitsbild. Aber auch Bakterien, Pilze, Einzeller (Trypanosomen, Toxoplasmen), Parasiten kommen infrage. Auslöser für eine nicht-infektiöse Herzmuskelentzündung sind Giftstoffe (Toxine) im Rahmen einer Infektion, Allergien, Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder rheumatisches Fieber.

    Die meisten Herzmuskelentzündungen verlaufen ohne erkennbare bzw. ohne typische Beschwerden. In schwereren Fällen kann es u.a. zu Schmerzen im Brustkorb, Herzrhythmusstörungen, zunehmender Herzinsuffizienz mit Atemnot und Ödemen oder akutem Herzversagen kommen. Eine 81-Jährige starb in Österreich nach einer Biontech/Pfizer-Impfung mit einer Herzmuskelentzündung, sie hatte jedoch schwerwiegende Vorerkrankungen, die laut BASG-Bericht "vermutlich todesursächlich waren".(apa)

  • | Patrick Dax

    Geimpfte weniger ansteckend als nicht Geimpfte

    Von Geimpften geht nach einer britischen Studie ein deutlich kleineres Übertragungsrisiko aus als von nicht Geimpften. Grundlage der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung sind Daten von Menschen, die sich drei Wochen nach der Impfung mit den Vakzinen von BioNTech/Pfizer oder AstraZeneca mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Bei ihnen war die Wahrscheinlichkeit, im selben Haushalt lebende Menschen zu infizieren, zwischen 38 und 49 Prozent geringer als bei nicht Geimpften.

    Für die Studie wurden die Daten aus rund 24.000 Haushalten ausgewertet, in denen sich ein Geimpfter angesteckt hatte. Dabei kam es insgesamt zu über 57.000 Kontakten der Infizierten mit anderen Mitgliedern des Haushalts. Diese Daten wurden verglichen mit rund einer Million Kontakten von nicht geimpften, infizierten Personen. (apa, reuters)

  • | Patrick Dax

    Erster Todesfall in Kanada nach AstraZeneca-Impfung

    In Kanada ist nach Angaben der Behörden ein Todesfall infolge eines Blutgerinnsels nach einer Impfung mit dem Covid-19-Vakzin von AstraZeneca aufgetreten. „Es ist ein kalkuliertes Risiko, aber wenn wir an diese Frau denken, ihre Familie, ihre Angehörigen ... dann ist es schon bitter“, sagt Quebecs Premier François Legault. Dennoch halte die Provinz an ihrer Impfstrategie fest, erklärt der Direktor für öffentliche Gesundheit, Horacio Arruda. (reuters)

  • | Florian Christof

    USA wollen bis zu 60 Millionen AstraZeneca-Dosen abgeben

    Die USA wollen bis zu 60 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des Herstellers AstraZeneca an andere Länder abgeben. Rund 10 Millionen Dosen könnten "in den kommenden Wochen" nach einer Prüfung durch die Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) exportiert werden, weitere 50 Millionen Dosen seien noch in verschiedenen Stadien der Herstellung.

    Angaben zu möglichen Empfängerstaaten für den Impfstoff lagen zunächst nicht vor. Ebenso unklar ist, ob es sich dabei um Spenden, Verkäufe oder Leihgaben handeln würde.

    Noch nicht zugelassen

    AstraZeneca ist in den USA noch nicht zugelassen. Dort sind bislang nur die Impfstoffe von Moderna, Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson im Einsatz. Die US-Regierung hat sich genügend der Impfstoffe gesichert, um die gesamte Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen auch ohne das Produkt von AstraZeneca zu versorgen.

    In den USA erhielten der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge bislang rund 140 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis, 95 Millionen Menschen sind bereits vollständig geimpft. Knapp 37 Prozent der Erwachsenen sind damit bereits vollständig geschützt. Insgesamt wurden demnach bislang knapp 230 Millionen Dosen verimpft. (APA/DPA)

  • | Andreea Iosa

    Biontech/Pfizer: Israel untersucht Herzmuskelentzündungen

    Das israelische Gesundheitsministerium untersucht Fälle von Herzmuskelentzündung in Verbindung mit dem Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer. Eine vorläufige Studie habe „Dutzende von Fällen“ von Myokarditis bei mehr als 5 Millionen Geimpften gezeigt, hauptsächlich nach der zweiten Dosis, sagte der israelische Koordinator für die Pandemiebekämpfung, Nachman Ash, am Sonntag.

    Es sei unklar, ob die Anzahl der Personen mit Entzündung des Herzmuskelgewebes ungewöhnlich hoch sei und ob dies in Zusammenhang mit dem Vakzin stehe. Ein Zusammenhang zwischen Erkrankung und Impfstoff sei schwierig nachzuweisen, weil Myokarditis oft ohne Komplikationen ablaufe und durch eine Vielzahl von Viren verursacht werden könne. Auch sei eine ähnliche Anzahl von Fällen in den vergangenen Jahren gemeldet worden.

    "Keine höhere Rate"

    Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Pfizer, es „ist sich der israelischen Beobachtungen der Erkrankung bewusst, die überwiegend bei jungen Männern aufgetreten sei, die den Impfstoff von Pfizer/Biontech erhielten“. Unerwünschte Nebenwirkungen würden regelmäßig und gründlich überprüft und das Unternehmen habe keine höhere Myokarditis-Rate beobachtet, als in der Allgemeinbevölkerung zu erwarten wäre.

    Israel ist weltweit führend beim Impfen gegen die Pandemie. Fast 60 Prozent der 9,3 Millionen Einwohner des Landes haben bisher das Vakzin von Biontech/Pfizer erhalten. Die landesweite Datenbank hat bereits gezeigt, dass der Impfstoff sowohl Covid-19 Symptome als auch schwere Verläufe der Krankheit verhindert. (apa)

  • | Patrick Dax

    EU-Kommission leitet rechtliche Schritte gegen AstraZeneca ein

    Im Streit über ausbleibende Impfstofflieferungen hat die EU-Kommission rechtliche Schritte gegen den Hersteller AstraZeneca eingeleitet. Man habe das Verfahren vor einem belgischen Gericht auch im Namen der 27 Mitgliedsstaaten gestartet, teilte ein Kommissionssprecher am Montag mit.

    Der britisch-schwedische Hersteller hatte die Lieferungen von Corona-Impfstoff an die Europäische Union in den vergangenen Monaten immer wieder einseitig drastisch gekürzt. Im ersten Quartal gingen nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 Staaten. Für das zweite Quartal werden nach jüngsten Angaben 70 Millionen Dosen erwartet. Ursprünglich waren 180 Millionen vereinbart.

    Verstoß gegen Rahmenvertrag

    Aus Sicht der EU-Kommission verstößt der Hersteller damit gegen einen EU-Rahmenvertrag vom August 2020. Insgesamt hat die EU-Kommission 300 Millionen Dosen von AstraZeneca bestellt. Eine Option auf weitere 100 Millionen Dosen ließ sie ungenutzt verstreichen.

    Das Verhältnis zwischen der EU-Kommission und dem Unternehmen ist schon lange angespannt - auch, weil Großbritannien von den Lieferproblemen kaum betroffen war. Die EU hatte deshalb einen Export-Kontrollmechanismus eingeführt. Eine Lieferung über 250 000 AstraZeneca-Dosen aus Italien nach Australien wurde blockiert.

    Nächster Schritt

    Die EU-Kommission hatte bereits ein Schlichtungsverfahren mit dem Unternehmen eingeleitet. Die Klage ist nun der nächste Schritt. An den Lieferrückständen dürfte sich dadurch allerdings nichts ändern.
    Ein Großteil des Impfstoffs, der in den EU-Staaten gespritzt wird, stammt derzeit vom deutsch-amerikanischen Hersteller Biontech/Pfizer. Neben AstraZeneca haben außerdem die Präparate von Moderna sowie Johnson & Johnson eine europäische Zulassung.

    Inzwischen wird der Impfstoff von AstraZeneca in vielen EU-Staaten nur noch eingeschränkt verwendet, weil er in Verbindung mit sehr seltenen Fällen von Hirnvenenthrombosen gebracht wird. Er ist von der EU-Arzneimittelbehörde EMA aber weiter uneingeschränkt freigegeben.

  • | Patrick Dax

    Ex-Präsident drängte sich bei Impfung vor, hat trotzdem Corona

    Der in einen Corona-Impfskandal verwickelte Ex-Präsident Perus, Martín Vizcarra, ist nach eigenen Angaben an Covid-19 erkrankt. Er und seine Ehefrau seien positiv getestet worden und hätten Symptome, obwohl sie Vorsichtsmaßnahmen befolgt hätten, schrieb Vizcarra am Sonntag auf Twitter. Seine Familie isoliere sich.

    "Impf-Gate"

    Gut eine Woche zuvor hatte der Kongress des südamerikanischen Landes eine zehnjährige Ämtersperre gegen den ehemaligen Staatschef (2018-2020) verhängt. Der Grund war, dass sich Vizcarra Ende vergangenen Jahres, als amtierender Präsident, außer der Reihe mit dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm gegen das Coronavirus hatte impfen lassen. Damit kann der 58-Jährige auch sein Parlamentsmandat nicht wahrnehmen, das er bei der Wahl am 11. April errungen hatte. In den Skandal „Vacuna-Gate“ (Impf-Gate) sind knapp 500 Politiker, Funktionäre und Beamte in Peru verwickelt. Sie sollen sich bei der Impfkampagne vorgedrängelt haben.

    Vizcarra war vergangenen November wegen „dauerhafter moralischer Unfähigkeit“ vom Kongress des Amtes enthoben worden. Er warf den Abgeordneten vor, seine Bemühungen im Kampf gegen die Korruption auszubremsen. Gegen etwa die Hälfte der Parlamentarier wird wegen verschiedener Vergehen ermittelt.

    Eine der höchsten Sterberaten

    Gemessen an der Bevölkerungszahl hat Peru eine der höchsten Sterberaten in der Coronavirus-Pandemie. In dem Andenstaat mit gut 30 Millionen Einwohnern wurden bisher mehr als 1,75 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus und knapp 60.000 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung offiziell registriert. Bislang wurden in Peru nur rund 1,4 Millionen Impfdosen verabreicht und etwa 1,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. (dpa)

  • | Barbara Wimmer

    Risiken der AstraZeneca-Impfung eingeordnet

    Mehrere Studien haben sich mit einer Einordnung beschäftigt von Thrombose-Risiko nach einer Impfung und Auswirkungen einen Covid-19-Erkranung. Fazit: Selbst in der selten schwer betroffenen Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen ist demnach die statistische Wahrscheinlichkeit, bei für Großbritannien mittelhohen Fallzahlen (7-Tage-Inzidenz von 420) binnen 16 Wochen mit Covid-19 auf einer Intensivstation zu landen, doppelt so hoch wie das Risiko für ein Blutgerinnsel im Gehirn nach der Impfung.

  • | Barbara Wimmer

    Astra Zeneca bei Impfstoffen am meisten verbreitet

    Rund fünf Monate nach dem Beginn der ersten Corona-Impfprogramme hat die Zahl der verabreichten Impfdosen die Marke von einer Milliarde überschritten. Laut einer auf offiziellen Daten basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden bis Samstagabend weltweit gut 1,002 Milliarden Spritzen mit Corona-Impfstoff injiziert. Am verbreitetsten ist der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca, der besonders günstig und leicht einsetzbar ist. Er wurde in zwei Dritteln der 207 erfassten Staaten und Territorien verabreicht. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde in 44 Prozent der Länder eingesetzt.

    Mehr als die Hälfte davon entfallen auf die drei Länder USA, China und Indien. Gemessen an der Bevölkerungszahl liegt Israel in Führung, hier sind bereits knapp 60 Prozent der Menschen geimpft. Es folgen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 51 Prozent der Bevölkerung, Großbritannien mit 49 Prozent und die USA mit 42 Prozent.

    So schneidet die EU ab

    In der EU wurden bisher 128 Millionen Impfdosen verabreicht, die EU-weite Impfquote liegt bei 21 Prozent. Spitzenreiter in der EU ist Malta, wo 47 Prozent der Einwohner bereits geimpft sind, gefolgt von Ungarn mit 37 Prozent. In Österreich wurden bis einschließlich Freitag 2,761 Millionen Impfdosen verabreicht. Zwei Millionen Menschen oder rund 22,5 Prozent der Bevölkerung haben mit dem heutigen Sonntag zumindest eine Impfdosis erhalten.

    In Österreich sollen zwei Millionen Menschen mit dem heutigen Sonntag zumindest die erste Teilimpfung gegen Corona bekommen haben.

    Obwohl - vor allem dank der internationalen Covax-Initiative - inzwischen auch in den meisten armen Ländern Impfkampagnen begonnen haben, ist die Impfung bisher vor allem ein Privileg der reichen Länder. Die von der Weltbank als Länder mit hohem Einkommen definierten Staaten stellen gemeinsam 16 Prozent der Weltbevölkerung, haben aber 47 Prozent der Impfdosen verabreicht. In zwölf Ländern haben die Corona-Impfungen noch immer nicht begonnen. (Agenturen, futurezone)

  • | David Kotrba

    J&J-Wiederaufnahme in den USA

    Der Corona-Impfstoff vom US-Hersteller Johnson & Johnson kann in den USA uneingeschränkt wieder eingesetzt werden. Die vor rund zehn Tagen beschlossene vorübergehende Aussetzung sei mit sofortiger Wirkung sofort aufgehoben, teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am Freitagabend mit.

    "Haben uns Zeit genommen"

    Zuvor hatte ein Beratergremium der CDC eine entsprechende Empfehlung abgegeben. Zehn Mitglieder des "Advisory Committee on Immunization Practices" (ACIP) stimmten nach mehrstündigen Beratungen dafür, vier dagegen, eins enthielt sich. Bei einer vorherigen Sitzung in der vergangenen Woche hatte sich das Gremium vertagt, um vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zunächst weitere Informationen zu sammeln. "Wir haben uns die Zeit genommen, die wir brauchten, um dieses Thema ausführlich zu untersuchen", sagte CDC-Chefin Rochelle Walensky.

    Thrombosen sehr selten

    Vor rund zehn Tagen hatten CDC und FDA eine vorübergehende Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson beschlossen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang zunächst sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren. Die Aussetzung sei aus einem "Übermaß an Vorsicht" empfohlen worden, hieß es.

    Die Fälle seien "sehr selten" und der Nutzen des Impfstoffs sei nach wie vor deutlich größer als die Risiken, sagte die kommissarische FDA-Chefin Janet Woodcock nun am Freitag bei einer Pressekonferenz. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht." Medizinische Einrichtungen und Menschen, die sich impfen lassen wollen, sollen künftig aktualisierte Informationen über den Wirkstoff enthalten, die auch Hinweise auf die Thrombosen enthalten.

    Nur eine Dosis notwendig

    Bislang wurden den Angaben nach mehr als 7,2 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt. Der weitaus größere Teil der Impfungen wurde mit den Wirkstoffen der US-Konzerne Moderna und Pfizer mit seinem deutschen Partner Biontech durchgeführt.

    Nach der vorübergehenden Aussetzung durch CDC und FDA in den USA hatte Johnson & Johnson zunächst den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert, ihn aber fortgesetzt, nachdem die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) nach einer erneuten Überprüfung am Dienstag grünes Licht gegeben hatte. (apa)

  • | Gregor Gruber

    EU kauft 1,8 Milliarden Dosen Biontech-Impfstoff

    Die Europäische Union hat sich bei BioNTech und Pfizer weitere bis zu 1,8 Milliarden Dosen ihres Covid-19-Impfstoffs gesichert. Es ist der dritte von der EU besiegelte Vertrag mit den beiden Partnerunternehmen. Im Rahmen von zwei früheren Verträgen hat die europäische Staatengemeinschaft schon 600 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer bestellt. (Reuters)

  • | Gregor Gruber

    Eine Dosis Biontech oder AstraZeneca schützt 10 Wochen

    Bei den meisten Impfstoffen ist erst der volle Schutz erreicht, wenn 2 Dosen verabreicht wurden. Einer britischen Studie zufolge, ist man bereits nach der ersten Dosis einigermaßen geschützt.

    Für die Studie wurden Daten von 375.000 Personen herangezogen. Bei Personen, die die erste Dosis Biontech oder AstraZeneca erhalten hatten, waren die COVID-19-Infektionen um 65 Prozent geringer, als bei Nichtgeimpften. Zusätzlich wurden die Menge der Antikörper untersucht. Nach der ersten Impfung waren auch nach 10 Wochen noch Antikörper im Blut.

    Die Antikörper nach der ersten Dosis könnten auch länger vorhanden sein, allerdings wurden diese Werte nicht erhoben. Die Studienautoren und Ärzte empfehlen auf jeden Fall die zweite Impfung wahrzunehmen, um den Schutz zu erhöhen. Mit der zweiten Impfung soll Biontech zu 90 Prozent schützen, für vermutlich 12 Monate.

  • | Martin Jan Stepanek

    Gefälschte Impfdosen um 1000 Dollar

    Der Engpass an Impfstoffen wird vermehrt von Kriminellen ausgenutzt. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge hat Pfizer bereits in zwei Ländern gefälschte Biontech-Impfstoffe entdeckt, die noch dazu um teures Geld an die Impfwilligen verkauft wurden. Während sichergestellte Dosen in Polen offenbar noch nicht an Menschen verabreicht wurden, bekamen etwa 80 Menschen in einer Klinik in Mexiko den Fake-Impfstoff gespritzt.

    Pro Dosis sollen 1000 Dollar gezahlt worden sein. Die Geimpften hatten dabei wohl Glück im Unglück. Die in den Fläschchen abgefüllte Flüssigkeit löste keine gesundheitsschädlichen Reaktionen aus. Pfizer zeigte sich von den kriminellen Machenschaften nicht überrascht und hat diverse Spezialisten weltweit im Einsatz, die solche Fake-Nachbauten ausfindig machen und aus dem Verkehr ziehen sollen.

    Einmal mehr wies der Pharmakonzern darauf hin, dass man Impfstoffe keinesfalls online bestellen solle. Kein Impfstoff werde derzeit online verkauft. "Lassen Sie sich nur bei offiziellen Impfzentren oder von zertifizierten Gesundheitsanbietern impfen", teilte Pfizer mit.

    Vaccination against COVID-19 in Milan
  • | Andreea Iosa

    EU-Kommission bereitet rechtliche Schritte gegen AstraZeneca vor

    Die EU-Kommission bereitet Insidern zufolge gegen den Pharmakonzern AstraZeneca wegen der Lieferprobleme bei dessen Coronavirus-Impfstoff rechtliche Schritte vor. So solle gesichert werden, dass der Hersteller die für das zweite Quartal vertraglich gesicherten Dosen liefere, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters heute. Zuerst hatte das Magazin „Politico“ darüber berichtet. Von AstraZeneca war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

    Gestern hatten sich Gesandte der EU-Länder getroffen. Dabei habe die Kommission die Absicht erwähnt, rechtliche Schritte einzuleiten, sagte ein EU-Diplomat. Ein anderer Insider sagte, die EU-Länder müssten entscheiden, ob sie mitziehen würden. Es gehe um die Erfüllung der Lieferungen bis zum Ende des zweiten Quartals. Der Konzern hatte der EU 180 Millionen Dosen für diesen Zeitraum zugesichert. 

    Zwischen der EU und AstraZeneca war wegen Lieferproblemen beim Impfstoff ein Streit entbrannt, weil der schwedisch-britische Konzern weniger Dosen des Vakzins geliefert hatte als erwartet (rts).

  • | Florian Christof

    Noch kein EU-Vertrag für österreichischen Impfstoffhersteller

    Nachdem das österreichisch-französische Unternehmen Valneva mit der EU noch keinen Vertragsabschluss über die Lieferung seines geplanten Corona-Impfstoffs erzielt hat, sollen nun Verhandlungen mit Einzelstaaten geführt werden.

    Die zentralisierten Gespräche mit der Europäischen Kommission erhalten demnach nun weniger Priorität, teilte Valneva Austria am Mittwoch mit. Die britische Regierung hat bereits 100 Millionen Dosen bestellt, mit Option auf fast doppelt so viele weitere.

    Keine Fortschritte bei Verhandlungen mit EU

    "Wir haben viel Zeit und Aufwand investiert, um den Anforderungen des zentralen EU-Beschaffungsprozesses gerecht zu werden. Trotz unserer jüngsten klinischen Daten haben wir keine bedeutenden Fortschritte gemacht und bis jetzt noch keine Liefervereinbarung abgeschlossen", betonte Thomas Lingelbach, Chief Executive Officer von Valneva, nun in einer Aussendung.

    "Wir konzentrieren unsere Bemühungen deshalb nun auf diejenigen EU-Mitgliedsstaaten, sowie Interessenten außerhalb der EU, die unseren inaktivierten Ansatz in ihre Impfstrategie aufnehmen möchten", erläuterte Lingelbach.

    Einzigartiger Impfstoff

    Bei inaktivierten Impfstoffen wird der Körper mit unschädlich gemachten Viren konfrontiert. Dadurch setzt sich das körpereigene Abwehrsystem mit dem Erreger auseinander und entwickelt die schützende Immunantwort. Dieser Ansatz ist seit langem erprobt. Das Projekt von Valneva ist europaweit bisher das einzige, das diesen Weg gewählt hat.

    Valneva begann Ende Jänner an seinem Sitz in Schottland mit der Produktion des Wirkstoffes VLA2001. Nach der erhofften Zulassung in Großbritannien sollen bis zum Ende des erstens Quartals 2022 bis zu 60 Millionen Impfstoffdosen ausgeliefert werden.

    Mit der EU wurden bisher nur Vorverträge abgeschlossen, aber keine festen Bestellungen. Der angestrebte Vertrag sah zuletzt laut Medienberichten eine Bestellung von bis zu 60 Millionen Dosen vor. Nach Österreich sollten im Rahmen des EU-Beschaffungsprogrammes 1,2 Millionen Dosen von Valneva kommen. (APA)

    FRANCE-BRITAIN-HEALTH-VIRUS-VACCINE-RESEARCH
  • | David Kotrba

    Grünes Licht für J&J von der EMA

    Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson kann in der EU nach Prüfung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) uneingeschränkt verwendet werden. Der Wirkstoff könne in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. In Österreich wird sich das Nationale Impfgremium Ende der Woche mit den EMA-Empfehlungen befassen, hieß es auf APA-Anfrage Dienstagmittag aus dem Gesundheitsministerium.

    Zwischenstopp im Großhandel

    Nachdem in den USA bei rund sieben Millionen Impfungen sechs Fälle von Blutgerinnseln bekannt geworden waren, wurden Impfungen mit diesem Präparat in mehreren Ländern vorläufig ausgesetzt. Auch in Österreich wird das Johnson & Johnson-Vakzin derzeit nicht verimpft. 16.800 Dosen, die in der Vorwoche eingetroffen sind, liegen noch beim Großhandel und wurden bisher nicht an die Impfstellen ausgeliefert.

    Auswirkungen auf den heimischen Impfplan hat das laut Gesundheitsministerium kaum, da dieses Vakzin "aktuell eine untergeordnete Rolle spielt", wie gegenüber der APA betont wurde: "Der Schwerpunkt liegt derzeit vor allem bei den mRNA-Impfstoffen." Johnson & Johnson würde sich aufgrund der einfacheren Handhabung - es genügt ein Stich für die Vollimmunisierung, die Logistik ist unkompliziert - "vor allem für schwerer erreichbare Zielgruppen eignen", hielt das Ministerium in einer Stellungnahme fest.

    US-Vorfälle geprüft

    Die Experten des Sicherheitsausschusses der EMA haben die aus den USA gemeldeten Fälle in einem beschleunigten Verfahren geprüft. Die Behörde hatte zuletzt aber erklärt, die Vakzine des US-Herstellers könne uneingeschränkt eingesetzt werden. Ob und inwieweit Johnson & Johnson bei einer Freigabe in Österreich im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingesetzt wird, entscheidet das Nationale Impfgremium. "Bei der Entscheidungsfindung wird sich das ExpertInnengremium an den europäischen Vorgaben der EMA orientieren", bekräftigte das Gesundheitsministerium.

    Johnson & Johnson hat der EU die Lieferung von 200 Millionen Impfdosen im Jahr 2021 vertraglich zugesagt. Janssen Austria - die Österreich-Niederlassung von Janssen, der pharmazeutischen Unternehmenssparte von Johnson & Johnson - wies am Dienstag in einer Presseaussendung darauf hin, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Geimpften habe "oberste Priorität". Folglich unterstütze man die Prüfung möglicher, seltener Nebenwirkungen, um in diesen Fällen eine korrekte Diagnose, angemessene Behandlung und beschleunigte Berichterstattung sicherzustellen. Man glaube weiterhin "an das positive Nutzen-Risiko-Profil unseres Impfstoffs", werde mit medizinischen Experten und globalen Gesundheitsbehörden kooperieren und darauf hinarbeiten, die Impfungen zur Beendigung der globalen Pandemie fortsetzen zu können. (apa)

     

  • | David Kotrba

    Österreichs Umgang mit Johnson & Johnson

    Für den späten Dienstagnachmittag wird der Bericht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) über mögliche Hirnvenen-Thrombosen durch den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erwartet. In Österreich wird sich das Nationale Impfgremium Ende der Woche mit den EMA-Empfehlungen befassen, hieß es auf APA-Anfrage Dienstagmittag aus dem Gesundheitsministerium.

    Pause im Großhandel

    Nachdem in den USA bei rund sieben Millionen Impfungen sechs Fälle von Blutgerinnseln bekannt geworden waren, wurden Impfungen mit diesem Präparat in mehreren Ländern vorläufig ausgesetzt. Auch in Österreich wird das Johnson & Johnson-Vakzin derzeit nicht verimpft. 16.800 Dosen, die in der Vorwoche eingetroffen sind, liegen noch beim Großhandel und wurden bisher nicht an die Impfstellen ausgeliefert.

    Auswirkungen auf den heimischen Impfplan hat das laut Gesundheitsministerium kaum, da dieses Vakzin "aktuell eine untergeordnete Rolle spielt", wie gegenüber der APA betont wurde: "Der Schwerpunkt liegt derzeit vor allem bei den mRNA-Impfstoffen." Johnson & Johnson würde sich aufgrund der einfacheren Handhabung - es genügt ein Stich für die Vollimmunisierung, die Logistik ist unkompliziert - "vor allem für schwerer erreichbare Zielgruppen eignen", hielt das Ministerium in einer Stellungnahme fest.

    Orientierung an EMA

    Die Experten des Sicherheitsausschusses der EMA haben die aus den USA gemeldeten Fälle in einem beschleunigten Verfahren geprüft. Die Behörde hatte zuletzt aber erklärt, die Vakzine des US-Herstellers könne uneingeschränkt eingesetzt werden. Ob und inwieweit Johnson & Johnson bei einer Freigabe in Österreich im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingesetzt wird, entscheidet das Nationale Impfgremium. "Bei der Entscheidungsfindung wird sich das ExpertInnengremium an den europäischen Vorgaben der EMA orientieren", bekräftigte das Gesundheitsministerium.

    Sicherheit oberste Priorität

    Johnson & Johnson hat der EU die Lieferung von 200 Millionen Impfdosen im Jahr 2021 vertraglich zugesagt. Janssen Austria - die Österreich-Niederlassung von Janssen, der pharmazeutischen Unternehmenssparte von Johnson & Johnson - wies am Dienstag in einer Presseaussendung darauf hin, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Geimpften habe "oberste Priorität". Folglich unterstütze man die Prüfung möglicher, seltener Nebenwirkungen, um in diesen Fällen eine korrekte Diagnose, angemessene Behandlung und beschleunigte Berichterstattung sicherzustellen. Man glaube weiterhin "an das positive Nutzen-Risiko-Profil unseres Impfstoffs", werde mit medizinischen Experten und globalen Gesundheitsbehörden kooperieren und darauf hinarbeiten, die Impfungen zur Beendigung der globalen Pandemie fortsetzen zu können. (apa)

  • | Florian Christof

    Nach schwerer Panne fordern US-Behörden einen Produktionsstopp von Johnson & Johnson

    Nach einer Panne bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson hat die US-Arzneimittelbehörde FDA einen Produktionsstopp in dem betroffenen Werk in den USA gefordert.

    Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte Ende März bestätigt, dass eine Charge seines Impfstoffs in der Produktionsstätte in Baltimore "nicht den Qualitätsanforderungen" entsprochen habe.

    Alle Details sind hier nachzulesen.

  • | Gregor Gruber

    Österreich kauft eine Million Dosen Sputnik, impft aber nicht damit

    Die Regierung ist sich einig, eine Million Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik anzukaufen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag mit. Allerdings dürfte der Impfstoff erst zum Einsatz kommen, wenn er von der europäischen Arzneimittelagentur zugelassen wird. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) deutete dies am Montag nach seiner Angelobung an. Auch das Kanzleramt betont, der Einsatz sei mit EMA-Zulassung geplant.

    Mückstein nannte Sputnik „gut“. Eine EMA-Zulassung als Voraussetzung sei ihm aber „wichtig“. Ohnehin könne man durch die schnellere Biontech/Pfizer-Lieferung bis zum Sommer jeden impfen.

    Im Kanzleramt verwies man indes darauf, dass das russische Vakzin schon in mehr als 50 Ländern zugelassen sei. Man hoffe daher auf eine rasche Zulassung durch die EMA. (apa)

  • | Gregor Gruber

    Täglich werden Hunderte Dosen AstraZeneca weggeschmissen

    In der Region Stockholm müssen nach Angaben eines Chefarztes jeden Tag Hunderte Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs weggeworfen werden, weil die Leute sich weigern, damit geimpft zu werden. In einem Interview des schwedischen Fernsehens SVT sagte Johan Styrud vom Stockholmer Ärzteverband am Montag, es gelinge nicht, schnell genug andere Impfwillige zu finden. Wenn der Impfstoff nicht innerhalb weniger Stunden verabreicht werde, müsse er weggeschmissen werden, so Styrud.

    Nachdem in Zusammenhang mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca einige Fälle von Blutgerinnsel aufgetreten sind, wird der Wirkstoff in Schweden nur noch an die über 65-Jährigen verabreicht. Dem Bericht zufolge sagen einige Patienten ihren Termin ab, wenn sie erfahren, dass sie mit dem Astrazeneca-Mittel geimpft werden sollen. Andere würden an der Tür der Impfzentren wieder kehrtmachen. Styrud betonte, dass der Nutzen der Impfung sehr viel größer sei als das Risiko von Komplikationen. (apa)

  • | Andreea Iosa

    Fauci rechnet Anfang 2022 mit Impfungen für Kinder

    Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci rechnet spätestens Anfang kommenden Jahres mit Coronavirus-Impfungen für Kinder aller Altersstufen. „Ich denke, bis zum ersten Quartal 2022 werden wir in der Lage sein, Kinder praktisch jeden Alters zu impfen“, sagte der Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden dem Sender CNN am Sonntag. „Hoffentlich schon vorher, aber ich denke, das wird der späteste Zeitpunkt sein.“ Für Kinder und Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren gehe er davon aus, dass Impfungen schon zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung stünden. Derzeit können in den USA Jugendliche erst ab 16 Jahren geimpft werden.

    Der Immunologe sagte mit Blick auf die ausgesetzten Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA, er wolle der Entscheidung der Gesundheitsbehörde CDC und der Arzneimittelbehörde FDA nicht vorgreifen. Er glaube aber, dass der Wirkstoff wieder zum Einsatz kommen werde - möglicherweise mit bestimmten Warnungen und Einschränkungen. Er hoffe darauf, dass an diesem Freitag eine Entscheidung gefällt und diese nicht weiter verzögert werde.

    Vorübergehende Aussetzung

    Am Freitag will ein CDC-Beratergremium über das weitere Vorgehen beraten. Vor einer Empfehlung des „Advisory Committee on Immunization Practices“ (ACIP) wird keine Entscheidung über eine mögliche Fortsetzung, Aufhebung oder teilweise Aufhebung des Impfstopps mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA erwartet. CDC und FDA hatten am vergangenen Dienstag eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit diesem Wirkstoff empfohlen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang zunächst sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögerte daraufhin den Marktstart seines Impfstoffs in Europa und setzte auch alle derzeit laufenden Studien mit Impfungen mit dem Wirkstoff vorübergehend aus.

    Bisher wurden in den USA mehr als 7,2 Millionen Dosen des Impfstoffes gespritzt, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und bei dem es nur eine Dosis benötigt wird. Der weitaus größere Teil der Impfungen erfolgt mit den Wirkstoffen der US-Konzerne Moderna und Pfizer mit seinem deutschen Partner Biontech, diese Präparate werden weiter verwendet. In den USA wurden bis Sonntag nach CDC-Angaben mehr als 205 Millionen Impfungen verabreicht. (apa)

  • | Patrick Dax

    Apotheken stehen für Impfungen bereit

    Die Apotheken bieten sich für flächendeckende Corona-Impfungen der Bevölkerung an. Wie Kammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr erklärte, stünden die Apotheken „sofort parat“, wenn dies gewünscht werde, um die Schlagzahl der Impfungen zu erhöhen. Das sei aber eine politische Entscheidung.

    "Könnten sofort loslegen"

    Dass die Apotheken dies können, hätten sie schon bei den in kürzester Zeit organisierten Tests bewiesen, betonte Mursch-Edlmayr. Die Präsidentin verwies darauf, dass in den Apotheken „akademisch ausgebildetes Personal“ zur Verfügung stehe. Beratungen auch über die Corona-Impfungen gehörten jetzt schon zum Tagesgeschäft in den Apotheken. Die Mitarbeiter seien alle bestens geschult.Damit könnten die Apotheken sofort loslegen, wenn der Ruf der Politik kommen sollte.
     
    Zum Einwand der Ärzte, die die Impfung in ihren Händen behalten wollen und eine Ausweitung auf die Apotheken ablehnen, stellte Mursch-Edelmayr fest, dass in zahlreichen Ländern, zuletzt auch in Frankreich, von beiden geimpft werde. Und überall dort, wo in den Arzt-Ordinationen und in den Apotheken geimpft werde, sei die Durchimpfungsrate höher. (apa)

  • | Florian Christof

    Sinovac-Impfstoff: 80 Prozent Schutz vor tödlichem Verlauf

    Der chinesische Corona-Impfstoff Coronavac von dem Unternehmen Sinovac schützt einer chilenischen Studie zufolge zu 67 Prozent vor symptomatischen Covid-19-Erkrankungen und zu 80 Prozent vor einem tödlichen Verlauf.

    Wie die Regierung am Freitag mitteilte, ergab diese eine Datenanalyse der Corona-Impfungen in Chile im Februar und März. Schwere Krankheitsverläufe mit Krankenhausaufenthalt oder einer Behandlung auf der Intensivstation, wurden demnach zu 85 beziehungsweise 89 Prozent verhindert. (APA)

  • | Florian Christof

    Bisher 256 Krankenhaus-Aufenthalte nach Impfungen in Österreich

    256 Personen haben bisher in Österreich in zeitlicher Nähe zu einer COVID-19-Impfung einen Spitalsaufenthalt gebraucht oder einen solchen verlängert. Das geht bei bis zum 10. April erfassten 2.024.984 Immunisierungen aus einem Bericht des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) von Donnerstag hervor.

    Alle Details über die vermuteten Nebenwirkungen nach COVID-19-Impfungen sind hier nachzulesen

  • | Florian Christof

    Pfizer-Chef: Dritte und jährliche Impfung notwendig

    Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie könnte nach Einschätzung von Pfizer-Chef Albert Bourla eine dritte Spritze als Auffrischung und anschließend eine jährliche Impfung notwendig werden.

    "Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass es die Notwendigkeit einer dritten Dosis geben wird, irgendwo zwischen sechs und 12 Monaten, und danach eine jährliche Neu-Impfung, aber all das muss noch bestätigt werden", sagte der Vorstandsvorsitzende des US-Pharmakonzerns dem US-Sender CNBC in einem am Donnerstag veröffentlichten, aber bereits Anfang April geführten Interview. Dabei spielten auch die Varianten von Sars-CoV-2 eine große Rolle.

    Andere Wissenschaftler und Pharma-Vertreter hatten sich bereits ähnlich geäußert. Pfizer und sein deutscher Partner BioNtech sowie andere Hersteller untersuchen derzeit bereits die Wirkung von möglichen Auffrischungen ihrer Corona-Impfstoffe. (DPA)

  • | Martin Jan Stepanek

    Mehr Thrombosen durch Corona als durch Impfung

    Die Gefahr, eine seltene, aber gefährliche Sinusvenenthrombose (SVT) zu erleiden, ist einer neuen Studie zufolge bei einer Corona-Erkrankung weitaus höher, als wenn man eine Impfung in Anspruch nimmt. Nach einer Auswertung der Daten von knapp 1 Million Patient*innen und Geimpften kommen die an der Universität Oxford tätigen Forscher*innen zum Schluss, dass das Risiko etwa 8 bis 10 mal so hoch ist. Der niedrigere Wert bezieht sich auf die bisher bekannten Fälle, die nach einer AstraZeneca-Impfung aufgetreten sind. Der höhere Wert basiert auf mRNA-Impfstoffen wie denjenigen von Pfizer und Moderna.

  • | Gregor Gruber

    Im Sommer sind 6 Millionen Österreicher*innen geimpft

    Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Donnerstag angekündigt, dass bis Mitte Juli zumindest 6 Millionen Menschen in Österreich eine Erstimpfung erhalten können. 100.000 Dosen der aus dem Herbst vorgezogenen Biontech/Pfizer-Lieferung sollen bereits am 26. April in Österreich eintreffen. Zu Ostern hatte Kurz angekündigt, dass in den nächsten 100 Tagen alle, die es wollen, eine erste Impfung erhalten sollen. Nun werde man noch schneller sein, meinte der Bundeskanzler.

    Zwei Drittel der Bevölkerung wollen sich impfen lassen, das sind ungefähr 5 Millionen Menschen, sagte der Bundeskanzler. Jeden Tag werden in Österreich laut Kurz derzeit rund 40.000 Menschen immunisiert, im Mai sollen es täglich mehr als 50.000 Stiche sein. (apa)

  • | Barbara Wimmer

    Keine Blutgerinnsel bei Sputnik V, sagen Entwickler

    Der Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V hat am Mittwoch betont, dass sein Vakzin keine Blutgerinnsel verursache. "Eine umfassende Analyse der unerwünschten Ereignisse während der klinischen Studien und im Verlauf der Massenimpfungen mit dem Sputnik V-Impfstoff ergab, dass es keine Fälle von Hirnvenen- und Sinusthrombosen gab", erklärte das staatliche Gamaleja-Zentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie, das den Impfstoff entwickelt hatte.

    Sputnik V ist wie die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson ein Vektor-Impfstoff. Dennoch gebe es große Unterschiede, betonte das Zentrum. Nach Impfungen mit den Präparaten von AstraZeneca und Johnson & Johnson wurden vereinzelt schwere Blutgerinnsel-Fälle registriert. Danach wurden die Impfungen mit beiden Vakzinen in mehreren Ländern teilweise ausgesetzt oder ganz eingestellt. Sputnik V ist bisher noch nicht in der EU zugelassen.

    Russland hatte Sputnik V bereits im August zugelassen, noch vor dem Abschluss aller wissenschaftlichen Studien. Dies stieß international auf scharfe Kritik. Nach einer Anfang Februar in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie schützt das Vakzin aber zu mehr als 90 Prozent vor einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung. Damit hätte Sputnik V eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. (Agenturen)

  • | Barbara Wimmer

    EMA macht AstraZeneca-Risikoanalyse

    Im Zusammenhang mit seltenen Fällen von Hirnthrombosen nach einer AstraZeneca-Impfung plant die Europäische Arzneimittelbehörde EMA nun eine Analyse zu Risiken und Nutzen des Corona-Impfstoffs. Dies teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam nach einem Treffen der EU-Gesundheitsminister mit. Überprüft werden sollen die allgemeinen Daten zu Impfungen und zum Verlauf der Pandemie wie Infektionsraten, Aufnahmen in Krankenhäuser, Sterblichkeit und Krankheitshäufigkeit.

    Die Analyse soll dann Entscheidungshilfe für nationale Gesundheitsbehörden sein. Auf diese Weise könnten sie die Risiken des Präparats im Vergleich zu den Vorzügen für das Impfprogramm einschätzen, hieß es. Trotz einiger seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen gibt die EMA bisher uneingeschränkt grünes Licht für den Wirkstoff. Die Vorteile des Schutzes vor Covid-19 seien höher zu bewerten als die möglichen Risiken. (Agenturen)

  • | Barbara Wimmer

    Dänemark stoppt Impfungen mit AstraZeneca

    Dänemark wird als erstes Land den Corona-Impfstoff von AstraZeneca gar nicht mehr verwenden. Das Impfprogramm werde ohne das Mittel fortgeführt, teilte die dänische Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Zuerst hatte der Sender TV 2 von entsprechenden Plänen berichtet. Damit dürfte sich der Impfplan um einige Wochen verzögern. Dänemark schloss nicht aus, das Vakzin zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzusetzen.

    Hintergrund sind Berichte über einen etwaigen Zusammenhang zwischen dem Mittel und sehr seltenen Thrombosen. Dänemark hatte im März als erstes Land die Verwendung von AstraZeneca ausgesetzt. Dort wird gegenwärtig auch nicht mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft, ebenfalls wegen Berichte über ein Auftreten von seltenen Thrombosen auch bei diesem Mittel. (Agenturen)

  • | Patrick Dax

    Eine Million zusätzliche Dosen Biontech/Pfizer-Impfstoff bis Ende Juni

    Die Hersteller Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die EU-Staaten liefern. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mit. Es handle sich um eine Lieferung, die aus dem vierten Quartal vorgezogen werde. Für Österreich bedeutet dies eine Million zusätzlicher Dosen im zweiten Quartal.

    Im zweiten Quartal von April bis Juni kämen somit insgesamt 250 Millionen Dosen Impfstoff von Biontech/Pfizer in die EU, sagte von der Leyen. Die Lieferung werde nach Bevölkerungsanteil auf die 27 EU-Staaten verteilt, fügte sie hinzu.

    Impfplan beschleunigt

    „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mich darüber informiert, dass Österreich im zweiten Quartal rund eine Million zusätzliche Impfdosen von Biontech/ Pfizer bekommen wird“, meinte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Stellungnahme. „Das heißt, dass wir den Impfplan noch einmal weiter beschleunigen und 500.000 Personen noch schneller impfen können. Das rettet Menschenleben und Arbeitsplätze“, meinte der Kanzler.

  • | Gregor Gruber

    EU will angeblich keine Impfstoffe mehr von J&J und AstraZeneca kaufen

    Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge die Impfstoff-Verträge mit AstraZeneca und Johnson & Johnson nicht verlängern. Brüssel wolle sich statt dessen auf die mRNA-basierten Covid-19-Vakzine wie die von Pfizer/BioNTech und Moderna konzentrieren, berichtete die Zeitung La Stampa mit Verweis auf das italienische Gesundheitsministerium. (Reuters)

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