Science
15.09.2013

Japan startete erfolgreich selbstentwickelte Trägerrakete

Raketenstart © Bild: JAXA SPACE AGENCY

Japan hat die Trägerrakete Epsilon ins Weltall befördert. Der neue Raketentyp ist kostengünstig und gilt deshalb als ein Hoffnungsträger im Geschäft mit Raketenstarts.

Japan hat erfolgreich eine neuartige Trägerrakete mit einem Teleskop an Bord ins All geschickt. Das Teleskop „Sprint-A“ sei wie geplant in seine Umlaufbahn eingetreten, teilte Japans Weltraumbehörde Jaxa mit. Es soll die Umgebung von Planeten wie Venus, Mars und Jupiter untersuchen. „Sprint-A“ steht für Spectroscopic Planet Observatory for Recognition of Interaction of Atmosphere.

Zweiter Versuch

Der Start der Feststoffträgerrakete „Epsilon“ vom Weltraumbahnhof Uchinoura war ursprünglich Ende August vorgesehen. Ein Computer hatte jedoch eine falsche Positionierung der Rakete angezeigt, weshalb der Start nur 19 Sekunden vor dem Abheben automatisch gestoppt wurde. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Position richtig gewesen war.

Neuartiger Typ

Die dreistufige Trägerrakete „Epsilon“, Japans erster neuartiger Raketentyp seit zwölf Jahren, ist leichter und kostengünstiger als bisherige Raketentypen. Die Trägerrakete hat eine Länge von 24,4 Metern, einen Durchmesser von 2,6 Metern und wiegt 91 Tonnen. Branchenbeobachter halten es für möglich, dass „Epsilon“ neue Maßstäbe im globalen Geschäft mit Raketenstarts setzen wird. Es sei der erste Start eines neuen, von Japan entwickelten Raketentyps gewesen seit dem Start der fast doppelt so hohen Rakete H-2A im Jahr 2001.