Science
10.04.2016

Kepler-Teleskop sendet Notfall-Signal an Erde

120 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, kämpft das Kepler-Teleskop einmal mehr mit Problemen. Es schaltete offenbar in den Notfall-Modus, teilte die NASA mit.

Das Kepler-Weltraumteleskop, das spätestens seit 2013 aufgrund eines Defektes zum Sorgenkind der NASA zählt, macht wieder einmal Probleme. Laut NASA stammt der letzte reguläre Kontakt vom 4. April, kurz danach dürfte das Teleskop in den Notfall-Modus gewechselt haben. Dieser sei treibstoff-intensiv, daher sei die Hauptpriorität des Teams, das Teleskops aus diesem Modus zu bekommen. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem Ausrichten des Teleskops in Flugrichtung Milchstraße.

13 Minuten für Signalübertragung

Die Kommunikation von der Erde zum Kepler-Raumschiff gestaltet sich äußerst schwierig. Durch die enorme Entfernung von 120 Millionen Kilometer von der Erde dauert eine Übertragungung vom Raumschiff und zurück 13 Minuten. Das Kepler-Teleskop hat zwischen 2009 und 2012 etwa 5000 Exoplaneten entdeckt. In dem zweiten Teil seiner Mission (K2) ab 2014 war der Fokus auf weiteren Exoplaneten, aber auch jungen Sternen, Supernovas und andere astronomische Ereignisse.