Science
26.01.2016

KI-Pionier Marvin Minsky verstorben

Der US-Mathematiker und Computerwissenschaftler Marvin Minsky gilt als Pionier der Künstlichen Intelligenz. Am Sonntag ist er 88-jährig in den USA verstorben.

Wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in der Nacht auf Dienstag mitteilte, ist Marvin Minsky am Sonntag in Boston an einer Hirnblutung verstorben. Der 1927 in New York geborene Computerwissenschaftler und Mathematiker war unter den ersten Forschern, die sich künstlichen neuronalen Netzen beschäftigte, die maschinelles Lernen ermöglichen. 1959 gründete er gemeinsam mit John McCarthy das Artificial Intelligence Project am MIT.

1963 entwickelte Minsky das erste am Kopf getragene grafische Display, das als Vorläufer von VR-Headsets, wie Oculus Rift, gelten kann. Auch das Konfokalmikroskop geht auf Forschungen Minskys zurück. Minsky verfasste mehrerer Bücher, darunter „The Society of Mind“ (deutscher Titel: „Mentopolis“), in dem er die These vertritt, dass Intelligenz aus einem Zusammenspiel verschiedener, relativ einfacher Agenten besteht. Minsky erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Turing Award, der im 1969 verliehen wurde.