© Claudia Zettel

Künstler zeigt Welt aus Sicht der Katzen

Künstler zeigt Welt aus Sicht der Katzen

Katzen sind wohl ohne Zweifel die beliebteste Tierart im Internet und sorgen neben Memes auch für Massen an Videos, die auf eigenen Festivals gezeigt werden. Doch kaum jemand hat sich Gedanken darüber gemacht, wie Katzen selbst die Welt sehen. Der Künstler Nickolay Lamm hat auf seinem Blog mehrere Bilder veröffentlicht, die sowohl die menschliche als auch die Katzen-Perspektive zeigen.

Großer Blickwinkel, schwache Sehschärfe

Lamm hat sich dabei Hilfe von Augen- und Tierärzten geholt. Auf den Bildern wird deutlich, dass Katzen über ein etwas größeres Sichtfeld als Menschen verfügen - 200 statt 180 Grad - wobei beim Menschen auf jeder Seite knapp 20 Grad in das periphere Blickfeld fallen, das nicht fokussiert ist.

Der periphere Blickwinkel bei Katzen ist mit je 30 Grad deutlich größer. Auch die Sehschärfe ist nicht unbedingt auf weit entfernte Objekte ausgerichtet. Die Sehschärfe von Katzen beträgt nur ein Fünftel der des Menschen. Das bedeutet, wenn ein Mensch ein Objekt auf eine Distanz von 100 bis 200 Fuß (30 bis 60 Meter) scharf erkennen kann, ist es für die Katze erst aus 20 Fuß Entfernung (6 Meter) scharf sichtbar.

In Farbe

Dafür können die Katzen bei schlechten Lichtverhältnissen bis zu acht Mal so gut sehen wie Menschen. Die Fotorezeptoren können zudem schnelle Bewegungen deutlich besser aufnehmen. Auch das Farb-Sehen ist deutlich anders als beim Menschen. Lange Zeit wurde vermutet, Katzen seien, wie viele andere Säugetiere, Dichromaten, besitzen also nur zwei verschiedene Farbrezeptoren.

Es stellte sich jedoch heraus, dass Katzen durchaus, ähnlich wie Menschen, Trichromaten sind, allerdings mit Einschränkungen. Grün dürfte nicht so stark ausgeprägt sein wie beim Menschen, weswegen die Tiere wohl auch über eine Rot-Grün-Schwäche verfügen.

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