Science
13.12.2015

Lügendetektor-Software lernt von realen Gerichtsprozessen

Ein Computer soll lediglich durch Auswerten von Bildern korrekt bestimmen können, ob jemand lügt.

An der Universität von Michigan wird derzeit an Lügendetektor-Software gearbeitet. Das Programm lernt dabei von realen Gerichtsfällen und kann den Forschern zufolge in 75 Prozent der Fälle korrekt bestimmen, ob eine Person lügt oder nicht. Menschen schaffen das nur in 50 Prozent der Versuche. Im Rahmen der Untersuchung wurden 120 Videoclips von echten Verhandlungen analysiert.

Die Software analysiert dazu die Sprache sowie die Gestikulation. In Zukunft wollen die Forscher sogar so weit gehen, dass das System noch Herzrate und Schweißproduktion analysiert, ohne die betreffende Person überhaupt zu berühren. Möglich soll das durch eine Wärmebildkamera werden. Auch Gesichtsausdrücke sollen dann analysiert werden. Der Computer kann so erkennen, ob der Mensch versucht, einen bestimmten Blick oder einen Ausdruck zu vermeiden.