Mit HoloLens können Gespräche mit holografischen Kindern geführt werden - wenn sich diese in einem kompatiblen Raum, von Kameras umringt, befinden

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Holoportation
03/26/2016

Microsoft HoloLens ermöglicht Video-Chats mit Hologrammen

Microsoft hat mit Holoportation eine Anwendung für HoloLens vorgestellt, die den Gesprächspartner als Hologramm ins Wohnzimmer beamt.

Microsoft hat in seiner Forschungsabteilung eine neue Anwendung für HoloLens geschaffen. Die Augmented-Reality-Brille wird dazu genutzt, um den Gesprächspartner als Hologramm in das Wohnzimmer zu teleportieren.

Microsoft nennt das neue System Holoportation. Damit es funktioniert, muss der Raum der Person, die als Hologramm erscheinen soll, mit mehreren Kameras ausgestattet sein. Die Kameras scannen die Person in Echtzeit und erstellen daraus ein 3D-Modell, inklusive Texturen. Die andere Person trägt HoloLens, über deren Display das virtuelle Ebenbild des Gesprächspartners in der realen Umgebung eingeblendet wird.

Damit sich das Hologramm im Wohnzimmer bewegen kann, müssen beide Räume mit Bezugspunkten ausgestattet sein. In einem Demonstrationsvideo von Microsoft war dies ein kleiner Tisch und ein Hocker.

Nur virtuelle High-Fives

Wenn beide Personen in Räumen mit Kameras sind und HoloLens tragen, können sie sich gegenseitig als Hologramme sehen und miteinander interagieren. Das funktioniert natürlich nur beschränkt, da Berührungen nicht möglich sind.

Die holografischen Gespräche lassen sich auch aufzeichnen. So kann man aus der Perspektive der Kameras die Unterhaltung aus der Third-Person-View ansehen, die man vorher geführt hat. Durch die Kameras könnte man auch Hologramm-Botschaften aufzeichnen, die der Träger von HoloLens später abruft.

Erste Versionen von HoloLens werden ab dem 30. März an Entwickler ausgeliefert und kosten 3000 US-Dollar.