Science
03.06.2014

Monster-Erde erstaunt Wissenschaftler

Der mit dem Kepler-Weltraumteleskop entdeckte Planet Kepler-10c sollte eigentlich nicht existieren. Der Gesteinsplanet ist 17 mal schwerer als die Erde.

Das Kepler-Teleskop ist derzeit zwar außer Betrieb, die Daten, die bisher gesammelt wurden, erstaunen Forscher aber weiterhin. Kepler-10c ist 560 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Gesteinsplanet hat den 2,3-fachen Durchmesser und die 17-fache Masse der Erde, wie gizmag berichtet. Das galt bisher als unmöglich. Wissenschaftler waren davon ausgegangen, dass Planeten dieser Größe von einer dichten Atmosphäre aus Wasserstoff und Helium umschlossen sind, also zu den Gasplaneten zu rechnen sind.

Kepler-10c umkreist seinen Stern, Kepler-10, einmal in 45 Tagen. Ein Tag auf dem Planeten dauert rund 20 Stunden. Bei der Entdeckung waren Forscher davon ausgegangen, dass es sich um einen sogenannten Mini-Neptun handelt. Nach der Bestimmung der Masse war aber klar, dass der Planet zur Gänze aus Gestein bestehen muss. Das erstaunt die Wissenschaftler, da die Gravitation von Kepler-10c ausreicht, um große Mengen an interstellarem Gas anzuziehen und den Planeten so zu einem Gasriesen zu machen. Warum das nicht passiert ist, muss noch geklärt werden.