Science
07.01.2015

Motion-Capture-Anzüge sind besser als Lügendetektoren

Eine Studie der Universität Cambridge hat gezeigt, dass man Lügen mit dem Motion-Capture-Verfahren in drei Viertel aller Fälle aufdecken kann.

Wer lügt, der bewegt sich mehr. Diese Behauptung wurde von der Universität Cambridge in einer neuen Studie überprüft, berichtet IT World. 90 Testpersonen wurden dafür in Motion-Capture-Anzüge gesteckt. Diese sind üblicherweise für Filmaufnahmen gedacht, bei denen der Anzugträger nachträglich mit einer animierten Figur ausgetauscht wird. Der Motion-Capture-Anzug zeichnet die Bewegungen der einzelnen Körperteile auf.

Bei einem Lügendetektor-Test wurden mit Motion-Capture-Anzügen wesentlich öfter erfolgreich Schwindler aufgedeckt. Während bei einem herkömmlichen Lügendetektor - der den Puls und die elektrische Leitfähigkeit der Haut einer Person misst - Lügen in rund 60 Prozent aller Fälle aufgedeckt werden, waren es beim Motion-Capture-Verfahren 75 Prozent.

"Um es einfach auszudrücken: Schuldige Menschen zappeln mehr. Das trifft unabhängig vom kulturellen Hintergrund, Wahrnehmungsleistung oder Angst zu - die Faktoren, die die meisten anderen Detektor-Technologien verwirren können", sagt Ross Anderson, Professor für Security Engineering an der Cambridge University.