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Raumfahrt

NASA-Mars-Rakete soll ab 2018 starten

Nach mehrjähriger Entwicklung will die NASA ihre neue Trägerrakete namens SLS spätestens 2018 erstmals ins All schießen. Für die Weiterentwicklung des Space Launch System seien bis dahin sieben Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) im vierjährigen Budgetplan eingestellt worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde am Mittwoch mit.

Die formelle Geldfreigabe erfolgte nach einer gründlichen Prüfung des Megaprojekts, das eines Tages bemannte Flüge zum Mars ermöglichen soll. Die etwa 70 Tonnen schwere SLS-Rakete soll Raumschiffe über die Erdumlaufbahn hinaus ins All befördern und selbst die Erforschung von Asteroiden ermöglichen. Im übernächsten Jahrzehnt könnte sie den Angaben zufolge dann auch bemannte Mars-Missionen auf den Weg bringen. Ihre maximale Traglast soll 143 Tonnen betragen und die Erkundung weit entfernter Bereiche des Sonnensystems ermöglichen.

Jungfernflug 2018

An dem Projekt wird seit drei Jahren gearbeitet. „Das Programm macht echte, erhebliche Fortschritte“, sagte William Gerstenmaier, der bei der NASA für bemannte Weltraummissionen zuständig ist. Der Jungfernflug der Rakete werde spätestens für November 2018 angepeilt.

Allein für die erste der drei geplanten SLS-Varianten werden Entwicklungskosten von insgesamt zwölf Milliarden Dollar veranschlagt. Es ist die erste derartige Schwerlast-Trägerrakete der NASA seit mehr als 40 Jahren. Die Rechnungsaufsicht der US-Regierung hatte zuletzt allerdings Zweifel daran angemeldet, ob das Budget und der Zeitplan für das Projekt einzuhalten sind.

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