Science
08/06/2015

NASA wird russische Raumschiffe bis 2019 nutzen

Weil der US-Kongress Präsident Obamas Budgetpläne vereiteln will, erhalten SpaceX und Boeing weniger Geld, die NASA ist daher weiter auf Sojus-Kapseln angewiesen.

Die US-Weltraumbehörde NASA hat ihren Vertrag über die Beförderung von US-Astronauten mit russischen Raumschiffen bis 2019 verlängert. Der Vertrag mit der russischen Weltraumbehörde Roskosmos über die Flüge zur Internationalen Raumstation ISS habe einen Umfang von 490 Millionen Dollar (448 Millionen Euro), teilte die NASA am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Die US-Astronauten seien weiter vollständig auf die russischen Flüge angewiesen, weil der US-Kongress nicht genügend Mittel für die Entwicklung von Raumschiffen durch die US-Unternehmen Boeing und SpaceX freigegeben habe.

Zu wenig Geld

NASA-Chef Charles Bolden warnte in einem Brief an den US-Kongress vom Mittwoch, Boeing und SpaceX würden womöglich nicht das Ziel erreichen, bis Ende 2017 bemannte Raumflüge zu bewerkstelligen, wenn das Parlament die von US-Präsident Barack Obama geforderten Mittel nicht im Haushalt 2016 bewillige. Laut Bolden werden dafür 1,24 Milliarden Dollar benötigt. Ohne die Zahlungen könne die Abhängigkeit von Russland nicht beendet werden, mahnte der NASA-Chef.

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind wegen des Konflikts in der Ostukraine angespannt. Washington verhängte eine Reihe von Sanktionen gegen Russland. Die Republikaner, die im Kongress die Mehrheit haben, wollen der NASA allerdings nur deutlich geringere Summen zugestehen.