Science
12.01.2013

Obama will keinen Todesstern bauen

US-Präsident Barack Obama hat zur Enttäuschung von Star-Wars-Fans einen offiziellen Antrag zum Bau eines Todessterns abgelehnt. In einer humorvoll verfassten Replik teilte die US-Regierung mit, neue Arbeitsplätze und eine leistungsstarke Verteidigung seien wichtig. Der Bau sei aber einfach zu teuer.

Der im US-Präsidialamt für das Wissenschafts- und Raumfahrt-Budget verantwortliche Paul Shawcross teilte im Namen der Obama-Administration den 34.435 Antragsstellern mit: "Die Regierung teilt Ihren Wunsch Jobs zu schaffen und eine starke nationale Verteidigung zu haben, aber ein Todesstern ist nicht in Sicht".

850 Billiarden US-Dollar Kosten
Als Gründe für die Ablehnung des Ansinnnens teilte die Obama-Administration mit, die Kosten für die riesige Raumstation, die in der Lage ist, Planeten auszulöschen, würde sich auf mehr als 850 Billiarden Dollar belaufen. "Wir arbeiten hart daran, das Defizit zu reduzieren, und nicht daran, es auszuweiten", erklärte Shawcross. Bei den kommunizierten Zahlen beruft sich die US-Regierung auf eine Schätzung, die von Wirtschaftsstudenten der Lehigh University aufgestellt wurde.

Das in die Luft sprengen von Planeten werde zudem von der Administration nicht unterstützt, außerdem wolle man nicht endlos viel Geld in einen Todesstern mit einem schweren Konstruktionsfehler stecken, der von einem Ein-Mann-Raumschiff ausgenützt werden könne, so Shawcross in Anspielung an die Star-Wars-Franchise.

Zuletzt gehäufte Scherzanträge
Das US-Präsidialamt akzeptiert im Internet Petitionen und reagiert auf die Anträge, die die größte Unterstützung erfahren. Bei den meisten Petitionen handelt es sich um ernsthafte Anliegen. Zuletzt war jedoch eine Reihe von verrückten Petitionen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Neben dem Todesstern gehört dazu auch ein Antrag auf die Prägung einer Platin-Münze im Wert von einer Billion Dollar, um eine Zahlungsunfähigkeit der USA in dem Fall zu verhindern, dass sich der Kongress im kommenden Monat nicht auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze einigen kann.