Science
05.11.2012

Österreichischer Satellit startet im Dezember

TUGSAT-1 wurde in Graz entwickelt und gebaut

Der erste österreichische Satellit wurde am Montag vom Flughafen Graz verabschiedet. TUGSAT-1 soll im Dezember von Indien aus in Richtung All abheben. Als Teil der internationalen Mission BRITE sammelt der Nanosatellit im Orbit Daten über Helligkeitsschwankungen bestimmter Sterne. Ursprünglich war geplant, den Satelliten bereits im Frühjahr 2012 ins All zu schicken (die futurezone hat

), der Start hat sich aber bislang aus organisatorischen Gründen immer wieder nach hinten verschoben.

Aufbau
Dank nickelbeschichtetem Aluminium wiegt der Würfel mit einer Kantenlänge von 20 Zentimetern lediglich sieben Kilogramm und zählt damit zur Klasse der „ Nanosatelliten". Eine Sternenkamera, zwei Computer, Massenspeicher, Lageregelung, thermische Kontrolle, Stromversorgung und Datenübertragung sind im Weltraumwürfel integriert. TUGSAT-1 ist außerdem einer der ersten Nanosatelliten mit derart präziser Dreiachsenstabilisierung.

Mindestens zwei Jahre lang wird er in einer Höhe von 800 Kilometern wissenschaftliche Daten sammeln und an das Kontrollzentrum in die steirische Landeshauptstadt senden. „Wir sind sehr stolz, dass Forscher und Studierende der TU Graz an dieser historischen Mission maßgeblich mitwirken erklärt TU-Rektor Harald Kainz.

Mehr zum Thema

  • Österreich schickt 2012 Satelliten ins All
  • ArduSat: Erster Satellit für den Hausgebrauch