© Diatom Studio / Sketch Chair - Screenshot

23. Mai
05/21/2012

Open-Design-Symposium in Linz

Linz und Oberösterreich wollen sich als Knotenpunkt rund um Open Design etablieren. Am 23. Mai zeigen internationale Experten wie der Open-Design-Vordenker Ronen Kadushin und der Arduino-Mitbegründer David Cuartielles bei einem Symposium an der Kunstuniversität Linz Perspektiven zur gemeinschaftlichen Produktentwicklung auf.

Nicht nur Software, sondern auch physische Produkte werden zunehmend in offenen und gemeinschaftlichen Prozessen entwickelt. Open Design, das die Philosphie von Open Source auf physische Gegenstände anwendet, eröffnet neue Möglichkeiten der Produktentwicklung. Die Stadt Linz und das Land Oberösterreich wollen die offene Entwicklung von Produkten gezielt fördern und sich als Open Design Region etablieren. Dazu ist etwa die Gründung eines Communitylabs in Linz geplant, in dem Basistechnologien wie Lasercutter und 3D-Drucker zur Verfügung gestellt werden. Auch eine Informations- und Kommunikationsplattform, auf der Ideen und Entwicklungen ausgetauscht werden können, soll geschaffen werden.

Open Design steht auch im Mittelpunkt eines Symposiums an der Kunstuniversität Linz, bei dem internationale Experten das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten werden.

Arduino und SketchChair
David Cuartielles, Mitbegründer der offenen Arduino-Plattform wird über Open Source Hardware und Design referieren, der israelische Open-Design-Vordenker Ronin Kadushin untersucht die Rolle von Produkten in einer vernetzten Kultur und der neuseeländische Designer und Programmierer Greg Saul stellt die Software SketchChair vor, mit der jeder Sessel entwerfen und an seine Bedürfnisse anpassen kann.

Open-Source-Synthesizer und offenes Modedesign
Open Design hat aber auch längst die Mode- und Musikwelt erreicht. Cecilia Palmer, Gründerin des Mode-Laboratoriums Pamoyo erläutert Open-Source-Taktiken in der Mode. Peter Kim, Mitentwickler des Open-Source-Synthesizers  MeeBlip geht auf auf offene Strategien in der Musikszene und die Herausforderungen beim Entwurf und der Herstellung seines Open-Source-Synthesizers ein. Weitere Vortragende sind die Medienkünstler Addie Wagenknecht und Julian Oliver sowie der Wiener Industrial Designer Gerin Trautenberger.

Das Open Design Symposium findet am Mittwoch den 23. Mai, von 9.00 bis 20.00 Uhr, im Audimax der Kunstuniversität Linz (Kollegiumgasse 2) statt. Der Eintritt ist frei, um Registrierung wird gebeten.

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