Science
06.03.2015

Ozean auf Mars hatte mehr Wasser als der Arktische Ozean

Der Mars hatte einer neuen Studie zufolge mehr Wasser als bisher vermutet. Demnach hat ein Ozean vor 4,5 Milliarden Jahren fast 20 Prozent der Mars-Oberfläche bedeckt.

Neue Untersuchungen der Mars-Atmosphäre haben ergeben, dass der rote Planet einst einen Ozean hatte, der mehr Wasser als der Arktische Ozean umfasste. Das ist größer als bisher vermutet. Die Untersuchung wurde von einem Team des NASA Goddard Space Flight Center durchgeführt, die Ergebnisse wurden nun im Fachmagazin Science veröffentlicht. Die Forscher haben dabei unter anderem das Verhältnis zu "normalen" Wasser und halbschweren Wasser (HDO) in der Mars-Atmosphäre untersucht.

Da HDO heute auf dem Mars achtmal so häufig zu finden ist als auf der Erde, haben die Forscher daraus abgeleitet, dass es einst deutlich mehr "normales" Wasser auf dem Mars geben musste. Die Ergebnisse seien "zuverlässig", an einigen Stellen hätte der Ozean bis zu 137 Meter Tiefe erreicht. "Je mehr Wasser einmal auf dem Mars zu finden war, desto größer sind die Chancen, dass es einmal Leben auf dem Mars gab, das vielleicht heute noch existiert", so Paul Mahaffy, einer der beteiligten NASA-Forscher, gegenüber der New York Times.

Hoffnung auf Wasser-Reservoirs

Dass der heute so karge Planet vor mehreren Milliarden Wasser ebenfalls mit Seen, Flüssen und Ozeanen bedeckt war, ist bekannt. Doch das Ausmaß überraschte nun selbst die Forscher. Der Ozean befand sich auf der nördliche Halbkugel, rund 20 Prozent der Mars-Oberfläche wurden demnach von Wasser bedeckt. Auch wenn das bereits 4,5 Milliarden Jahre her ist, könnten sich im Mars-Untergrund weiterhin große Wasser-Reservoirs befinden.