Rosetta war zwölf Jahre auf Mission

© APA/EPA/ESA / HANDOUT

Raumfahrt
01/20/2014

Raumsonde Rosetta wird aus Tiefschlaf geholt

900 Millionen Kilometer von der Erde entfernt wird die Raumsonde Rosetta nach 957 Tagen Funkstille reaktiviert. Im Sommer soll sie ihr Ziel, einen Kometen, erreichen.

Die europäische Raumfahrtagentur ESA will erstmals mit einem Minilabor auf einem Kometen landen. In diesem ehrgeizigen Projekt sollte am Montag nach 957 Tagen eines energiesparenden "Tiefschlafs" für die Raumsonde "Rosetta" der programmierte Weckruf erfolgen. Ob Rosetta tatsächlich die Systeme hochfährt, wird im ESA-Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt erst gegen Abend klar sein. Das erste mögliche Zeitfenster für ein Bestätigungssignal von der Raumsonde ist laut der ESA zwischen 18:30 und 19:30 mitteleuropäischer Zeit.

Die Sonde Rosetta wurde 2004 gestartet. Sie ist 2,9 Tonnen schwer und besitzt zwei jeweils 14 Meter lange Solarpaneele zur Energieversorgung. Nach dem Start von der Erde nahm die Sonde eine Bahn ein, die sie insgesamt drei Mal an der Erde und ein Mal am Mars vorbei führte, um durch die Anziehungskraft der Planeten Schwung zu holen. Auf ihrem Flug passierte die Sonde bereits die zwei Asteroiden Steins und Lutetia. Am 8. Juni 2011 wurde die Sonde in einen elektronischen Tiefschlaf versetzt.

Nach der Reaktivierung, die am Montag um 11:00 mitteleuropäischer Zeit eingeleitet wurde, soll Rosetta den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ansteuern. Auf ihm soll im November 2014 das von Rosetta transportierte Minilabor "Philae" landen, das Daten über den Beginn des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahre liefern soll. Philae wird an dem Kometen, der rund vier Kilometer Durchmesser und nur geringe Schwerkraft aufweist, durch zwei Harpunen angeheftet werden. Mit Bohrern wird die Landeeinheit zusätzlich im Kometengestein verankert.

Vortrag zu Rosetta

Am 16. Februar können Interessierte im Technischen Museum Wien mehr über die Rosetta-Mission erfahren. Bei einem Vortrag erklärt Christian Köberl, der Generaldirektor des Naturhistorischen Museums Wien, die Entwicklung und Arbeitsweise von Rosetta sowie die Forschungs-Absichten auf dem Kometen 67P/ Tschurjumow-Gerasimenko. Der Vortrag beginnt um 11:00 Uhr. Für die Teilnahme ist eine Online-Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltung findet im Rahmen einer Vortragsreihe anlässlich der Ausstellung "Space" im Technischen Museum statt.

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