Science
14.06.2016

Resselpreis geht an Energieforscherin

Die Mathematikerin Michaela Killian erhält den mit 13.000 Euro dotierten Preis der TU Wien für die Entwicklung eines vorausschauenden Energie-Regelungssystems für Gebäude.

Die Auszeichnung wird einmal jährlich für fachübergreifende Forschungsleistungen vergeben, die aus einem Dissertationsprojekt hervorgehen und ist mit 13.000 Euro dotiert. In modernen Gebäuden werden Temperatur und Luftzufuhr oft zentral gesteuert. So lässt sich das Energiesystem optimieren, was auch Geld sparen und den CO2-Ausstoß reduzieren soll, heißt es am Dienstag in einer Aussendung der TU.

„Moderne Gebäude haben heute oft viele verschiedene Sensoren, mit denen man zum Beispiel die Sonneneinstrahlung aus verschiedenen Himmelsrichtungen messen und elektronisch auslesen kann“, so Killian. Auf Basis dessen können dann automatisch Lüftung, Heizung oder Jalousien angepasst werden. Da ein Gebäude allerdings träge reagiert, braucht es ein System, das etwa auch die Entwicklung des Wetters miteinbezieht.

Zum Einsatz kommt das Konzept der Mathematikerin aus Stockerau (NÖ) bereits seit Oktober 2015 im Unipark Nonntal in Salzburg. „Für eine abschließende Evaluierung ist es noch zu früh, aber man sieht jetzt bereits, dass der Energiebedarf deutlich gesunken ist“, so Killian, die die Auszeichnung am Freitag (17. Juni) entgegennehmen wird.