Science
28.09.2015

Selbstfahrende Autos für Pendler ab November im Einsatz

Im Rahmen eines Pilotprojekts werden autonome Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen zwischen zwei niederländischen Städten pendeln. Fahrten können per App bestellt werden.

In der niederländischen Region Gelderland werden ab November selbstfahrende Fahrzeug auf einer rund sieben Kilometer langen Strecke zwischen den Städten Wageningen und Ede pendeln. Die fahrerlosen, elektrisch betriebenen WEpods bieten Sitzplätze für sechs Personen und sind mit Kameras, Laser, Radar und GPS ausgerüstet um sich orientieren zu können.

Ähnlich wie bei Fahrdienstvermittlern können die Nutzer per App eine Fahrt bestellen und dabei angeben, von wo sie abgeholt werden wollen und wo sie der WEpod wieder absetzen soll.

Autonome Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr gibt es bereits in Rotterdam oder in Heathrow in London. Dort sind die Fahrzeuge allerdings auf eigenen, abgeriegelten Fahrspuren unterwegs. Beim WEpod-Projekt in Gelderland werden sich die Roboterautos hingegen auf öffentlichen Straßen neben herkömmlichen Fahrzeugen bewegen. Vorerst sollen jedoch schwierige Bedingungen wie Dunkelheit, Rush-Hours oder Schlechtwetter gemieden werden. Außerdem werden die WEpods mit einer niedrigen Geschwindigkeit von maximal 25 km/h unterwegs sein.

Forschungsprojekt

Um die Sicherheit der Fahrgäste und der anderen Verkehrsteilnehmer gewährleisten zu können, werden die Fahrzeuge während der Testphase permanent von einem Kontrollraum aus überwacht. Betreut wird das Projekt von Forschern der Universität Wageningen. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, sei geplant, das Projekt auszubauen und auf andere Regionen auszuweiten.

Die fahrerlosen Fahrzeuge stammen vom französischen Autobauer und Robotikspezialisten EasyMile. Die WEpods basieren auf dem EZ10, der bereits Vantaa in Finnland, im Rahmen des von der EU finanzierten Citymobil2-Projekts, 19.000 Passagiere erfolgreich transportiert hat.