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Forschung
11/14/2011

Siri-Video zur Gedankensteuerung gefälscht?

Das Projekt „Black Mirror“ zeigte in einem Video, wie man den Sprachassistenten Siri von Apples iPhone 4S mit Gedanken steuern kann. Das Video soll dazu dienen, Geld für ihr Projekt zu sammeln. Doch nun gibt es Vorwürfe, die besagen, das Video sei „fake“, weil es technische Fehler aufweisen würde.

Mit dem Sprachassistenten ist es möglich, bestimmte Befehle, wie eine Wetterabfrage, oder einen Befehl zum Anrufen von einer Person, an Siri zu überreichen. Ein Team namens „Project Black Mirror“ hat nun ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie man Siri anstatt über die Sprache mit Gedanken steuern kann. Dabei werden Gedankenströme verwendet, um Siri Befehle zu erteilen. Dazu wurde am iPhone 4S ein Arduino-Board angebracht, welches mit einem MacBook Pro verbunden war.

Das Video wurde von den drei Team-Mitgliedern dazu gemacht, um eine Finanzierung für ihr Forschungsprojekt, das sie auf der Plattform „Kickstarter“ einreichen wollen, zu erlangen. Doch nun gibt es erste Vorwürfe, die besagen, dass es sich beim Video um eine Fälschung handle.

Greg Courville von „Greg`s Lab“ erklärt auf seiner Website seine Anschuldigungen anhand von Bildmaterialien, die aus dem Video stammen. So sei etwa ein Kabel am Arduino-Board so angebracht, dass es gar nicht funktionieren könne. Außerdem sei die Spannung des EEG-Verstärkers nicht mit der des Arduino-Boards kompatibel.

Laut dem Physik-Studenten Courville sei es jedoch auch für Laien ersichtlich, dass das Video „fake“ sei. So würden beispielsweise die LED-Lichter nonstop im selben Muster blinken und damit nicht mit den Gehirnströmen interagieren.

Andere Unternehmen, wie etwa Emotiv, würden an einer derartigen Entwicklung bereits Jahre arbeiten und Millionen von Dollar an Forschungsgeldern verbrauchen, um ein Produkt fertig zu bekommen. „Project Black Mirror“ hingegen präsentierte die Lösung knapp eine Woche, nachdem diese als Forschungsgebiet angekündigt worden war. Courville rät dem Entwickler-Team, ihr Projekt als „Fake“ zu outen, bevor sie sich wegen Betrugs schuldig machen würden.