Science
14.08.2016

SpaceX landet erneut Rakete auf schwimmender Plattform

Bereits zum vierten Mal konnte SpaceX eine Falcon-9-Rakete auf einer schwimmenden Plattform landen. Nun beginnt für das US-Start-up eine Serie an Raketenstarts.

Das US-Start-up SpaceX hat am Sonntagmorgen erneut erfolgreich seine wiederverwendbare Rakete Falcon 9 gestartet und auf einer schwimmenden Plattform im Ozean gelandet. Die Rakete hob um 7 Uhr 26 ab und brachte den Satelliten JCSAT-16 in die Geostationäre Transferbahn, knapp 36 Kilometer über dem Äquator, und landete wenig später auf der schwimmenden Plattform. Damit ist SpaceX bereits zum sechsten Mal eine erfolgreiche Landung gelungen, insgesamt elf Mal wurde es versucht.

Noch zehn Starts 2016 geplant

Nur zwei der Landungen gelangen auf Land. Obwohl eine Landung auf einer schwankenden Plattform auf Wasser deutlich schwieriger sein sollte, hatte SpaceX hier überraschenderweise kaum Probleme. Hier zeigt sich ein Lernprozess, denn bei jedem Misserfolg lernten die Ingenieure von SpaceX etwas Neues dazu. So funktionierte einmal der Mechanismus für einen der Standfüße nicht und die Rakete kippte um. Ein anderes Mal reichte die hydraulische Flüssigkeit nicht aus, um die Landung bis zum Schluss zu kontrollieren.

Zuletzt verbesserten sich jedoch die Ergebnisse, fünf der letzten sechs Versuche waren erfolgreich. SpaceX will dieses Jahr 18 Raketenstarts durchführen, acht davon hat man bereits hinter sich. Das entspricht einer persönlichen Bestleistung, SpaceX bisheriger Rekord lag bei sechs Starts in einem Jahr. Um das hoch gesteckte Ziel zu erreichen, beschleunigt man nun auch das Tempo. Allein im September sind drei Starts geplant. Zudem soll auch bald erstmals eine der bereits verwendeten Raketen wieder ins All geschickt werden. Bislang wurde nur das Triebwerk einer bereits verwendeten Rakete getestet.