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Raumfahrt

SpaceX muss Reise zum Mars verschieben

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX gab bekannt, dass man erst 2020 eine Reise zum Mars wagen werde. Ursprünglich wollte SpaceX bereits 2018 eine Raumsonde zum roten Planeten schicken, um Technologien für die Landung zu testen. „Wir haben uns auf 2018 konzentriert, aber wir glauben, dass wir mehr Arbeit in unser Crew- und ‚Falcon Heavy‘-Programm stecken müssen“, so SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell. Sie leitet gemeinsam mit Elon Musk das Raumfahrtunternehmen.

SpaceX will mit der Landung auf dem Mars die Grenzen des Machbaren ausloten. Das Landen von schweren Raumsonden ist auf dem roten Planeten besonders schwierig, da seine Atmosphäre relativ dünn ist und diese so kaum bremsen kann. „Red Dragon“, SpaceX Marssonde, soll die Landung mithilfe von acht Rückstoßtriebwerken dämpfen. Bisher kamen dafür meist Fallschirme zum Einsatz, wodurch jedoch die Landung auf hohem Gelände erschwert wurde.

Viele Mars-Missionen ab 2020

Da aufgrund der unterschiedlichen Umlaufbahnen der Abstand zwischen Mars und Erde alle 26 Monate am geringsten ist, musste die Mission gleich um zwei Jahre verschoben werden - zu diesem Zeitpunkt wäre ein Start einfach am günstigsten. Das sehen auch andere Raumfahrtorganisationen so: Die NASA will 2020 den nächsten Mars-Rover auf die Reise schicken, zudem soll dann die ExoMars-Mission - eine Kooperation zwischen ESA und Roscosmos - starten. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und China wollen bis zum Ende des Jahrzehnts noch Mars-Missionen starten.

SpaceX will sich nun vorerst auf seine neue Trägerrakete Falcon Heavy konzentrieren, deren Jungfernflug bereits mehrmals verschoben werden musste. Die Nutzlast für Reisen zur ISS beträgt bis zu 54,4 Tonnen - die Falcon 9 kann maximal lediglich 22,8 Tonnen transportieren. Ein Start könnte bereits im Sommer erfolgen. Zudem soll die Raumkapsel Dragon ab 2018 auch für bemannte Flüge zum Einsatz kommen. Eine Untersuchung der US-Regierung sorgte aber für Zweifel an diesem Zeitplan.

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