Science
28.10.2013

TU Wien entwickelt präziseren Batterietester

Ein neuer Batterie-Schnelltester der TU Wien ermittelt den Ladezustand schneller und präziser als bisherige Modelle. Die Entwicklung wurde nun erstmals vorgestellt.

Den exakten Ladestand einer Batterie zu messen, ist teilweise schwierig. Besonders bei großen Battieren, bei denen die Belastund stark variiert, etwa in Elektrofahrzeugen, tritt dieses Problem auf. Ein Forscherteam der Technischen Universität Wien hat nun ein mathematisches Modell entwickelt, das die Feststellung des Batterieladestands mit wenigen, optimal maßgeschneiderten Versuchsmessungen erlaubt.

Je kürzer die Messung ist, desto weniger Ressourcen werden dabei verbraucht. "Entscheidend ist, mit minimalem Testaufwand ein Maximum an Information über die Batterie herauszufinden", sagt Projektleiter Stefan Jakoubek vom Institut für Mechanik und Mechatronik. Das Forschungsteam generierte ein Verfahren, das die Batterie als Black Box betrachtet, deren Verhalten von einem rein datenbasierten Modell beschrieben wird.

Die Batterie wird daraufhin von verschiedenen Stromsignalen angeregt und in ihrem Verhalten beobachtet. Ausgehend von diesen Messungen wird das Modell verbessert. Nach einigen Schritten erhält man schlussendlich ein Modell der Batterie, das über den gesamten Bereich an Betriebsparametern gültig ist. Der Batterie-Schnelltester wurde nun auf der Fachmesse sps ipc drives in Nürnberg erstmals vorgestellt.