Pilotprojekte zur E-Medikation gestartet

© apa/herbert pfarrhofer

E-Health
06/26/2011

Umfrage: Mehrheit für E-Medikation

Der Pilotversuch zur E-Medikation in Österreich kommt laut einer aktuellen Umfrage trotz des Streits zwischen Ärztekammer und Sozialversicherung in der Bevölkerung gut an.

Laut einer vor kurzem veröffentlichten Oekonsult-Umfrage (PDF) sprechen sich 84 Prozent für den Pilotversuch aus und lehnen eine Beendigung ab. 74 Prozent halten den Grundgedanken, nach der Medikamentenverschreibung durch den Arzt auch noch eine zweite kontrollierende Meinung einzuholen, für sinnvoll.

Probleme bei Umsetzung
Mit der E-Medikation werden vom Arzt verordnete oder vom Apotheker rezeptfrei erhältliche Medikamente elektronisch erfasst, um mögliche Wechselwirkungen und Mehrfachverschreibungen entdecken zu können.

Mit dem Pilotprojekt gibt es allerdings

, unter anderem, weil der Hauptverband der Sozialversicherungsträger es nicht ausgeschrieben hatte. Die Ärztekammer forderte daher einen sofortigen Stopp. Auch die Beteiligung der Bevölkerung ist geringer als erhofft.

Toleranz für Startschwierigkeiten
Laut Umfrage (1.121 zwischen 22 und 25. Juni elektronisch befragte Personen über 14 Jahren) zeigen zwei Drittel der Befragten Toleranz für die Startschwierigkeiten. 79 Prozent wünschen sich dabei den Gesundheitsminister als Streitschlichter, 87 Prozent wollen die Einbeziehung der Patientenanwaltschaft. Knapp die Hälfte (54 Prozent) fürchten sich bei der E-Medikation nicht vor Datenmissbrauch.

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