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TUN-Fonds
04/25/2013

Umweltpreis an Projekt gegen Bienensterben

Projekte zur Bekämpfung des Bienensterbens, für effizientere Autonutzung durch Carsharing sowie die Entwicklung von Handygehäusen aus Recycling-Material wurden am Mittwoch als Sieger des Umweltpreises 2013 des TUN-Fonds (T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds) gekürt.

Der erste Preis in Höhe von 20.000 Euro ging an das Projekt Bienenstand.at, das von Mitarbeitern der Karl-Franzens-Universität Graz entwickelt wurde. Das Projekt greift mit den Methoden eines interaktiven „Open Science"-Projekts ein überaus wichtiges Thema der heimischen Landwirtschaft auf, indem es die Wintersterblichkeit von Bienenvölkern in Österreich untersucht.

2. Platz Caruso Carsharing
Die zweite Auszeichnung des TUN-Fonds erhielt das Projekt Caruso Carsharing Mobile aus Bregenz, das in der Höhe von 15.000 Euro gefördert wird. Dieses Projekt zur effizienteren Nutzung von Autos wurde ausgezeichnet, da es mit Telekommunikation und mobilen Endgeräten ermöglicht, vorhandene Autos ohne aufwändige Neuausstattung zu geteilten Carpools zusammenzufassen. Dadurch wird Carsharing auch für Hausgemeinschaften, Privatpersonen oder Firmen möglich und trägt zur Verminderung von Emissionen bei.

3. Platz Green Mobility
Der dritte Preis mit 12.000 Euro ging an das Projekt Green Mobility des Instituts für Naturstofftechnik der IFA Tulln. Mithilfe von Materialforschung sollen erdölbasierende Kunststoffe, die später als schwer verwertbarer Abfall beim Recycling von mobilen Geräten anfallen, durch umweltverträgliche Biokunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe, wie Nebenprodukte der Molke oder Holzfasern, ersetzt werden.

Zwei Schulpreise übergeben
Neben den Hauptpreisen wurden erstmals zwei Schulpreise vergeben. Das Projekt Animal Tracking der HTBL Klagenfurt ermöglicht es Bewegungsdaten von Wildtieren online auf Karten darzustellen und so ihre Bewegungsmuster zu beobachten. Vor allem für den Schutz gefährdeter Arten ist dies besonders wichtig.

Das Projekt Naturscouts des Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark will durch eine E-Learning-Plattform regional relevante Arbeitsunterlagen für Lehrende und SchülerInnen zur Sensibilisierung für Natur und Umwelt erstellen. Ein besonderes Merkmal des Projekts ist sein fächerübergreifender Zugang, der durch die Online-Plattform besser als durch traditionelle Lernunterlagen unterstützt werden kann. Beide Projekte haben je 1500 Euro erhalten.

Die Preisträger des TUN-Fonds wurden durch eine unabhängige Jury unter Vorsitz des früheren EU-Kommissars Franz Fischler aus insgesamt 37 eingereichten Projekten ausgewählt.