Start-ups
24.08.2016

ARM-Gründer Hermann Hauser investiert in Anyline

Der Mitgründer des britischen Chip-Herstellers will sich verstärkt wieder dem österreichischen Markt widmen und investiert eine "hohe sechsstellige Summe".

Das auf Texterkennung spezialisierte Start-up Anyline hat ein "hohes sechsstelliges Investment" von ARM-Gründer Hermann Hauser erhalten. Der Wiener Venture Capitalist ist bereits seit fast vier Jahrzehnten in der Technologie-Branche tätig, sein größter Erfolg war wohl der Chip-Entwickler ARM. Das Chip-Design von ARM ist heutzutage in nahezu jedem modernen Smartphone zu finden. Vor wenigen Wochen wurde ARM für 28 Milliarden Euro an den japanischen Konzern Softbank verkauft.

Hauser wolle eine aktive Rolle als Business Angel einnehmen und dem in Tirol gegründeten Unternehmen helfen. „Damit Europa führenden Technologien nicht weiter hinterherhinkt, habe ich mich an Anyline beteiligt, um gemeinsam mit den Gründern die Software weiterzuentwickeln und global zu vermarkten. Außerdem kehre ich hier zu meinen Wurzeln zurück“, so Hauser. Hauser investierte zuletzt auchin die Wiener Wohnungs-Suchmaschine Zoomsquare investiert.

Erfolgreiches Jahr für Anyline

Anyline hat sich auf Texterkennung mit dem Smartphone spezialisiert. Die Technologie kommt mittlerweile bei Apps von Unternehmen wie Red Bull, Karlsberg, Epson oder Konica Minolta zum Einsatz. Zudem setzen die ebenfalls österreichischen Start-ups mysugr, Foodnotify und Wikitude auf die Anyline-Lösung. Das Unternehmen schloss erst im Februar eine Finanzierungsrunde ab, bei der man knapp 1,5 Millionen Euro Kapital einnehmen konnte. Hier beteiligten sich Gernot Langes-Swarowski, der Windkraftunternehmer Lukas Püspök, Busuu-Gründer Bernhard Niesner, der Business-Angel Hansi Hansmann und der US-Start-up-Fonds iSeed Ventures.