Start-ups
15.03.2016

Banken erwarten kräftige Einbußen durch Fintechs

95 Prozent der Banken befürchten, Teile ihres Geschäfts an Start-ups aus der Finanzbranche zu verlieren.

Start-ups aus der Finanzbranche stellen laut einer Studie der Unternehmensberater von PwC für Banken und den Zahlungsverkehrssektor die größte Bedrohung dar. 83 Prozent der klassischen Finanzinstitute erwarten Einbußen durch Fintech-Unternehmen. Bei Banken beträgt diese Zahl sogar 95 Prozent. Für die am Dienstag veröffentlichten Studie wurden mehr als 500 führende Manager der Finanzbranche in 46 Ländern befragt.

Verlust von Marktanteilen

Die Manager aus der Finanzbranche rechnen damit, schon innerhalb der nächsten fünf Jahre beträchtliche Marktanteile an die Start-up-Konkurrenz zu verlieren. Dienstleister aus dem Zahlungsverkehrssektor gehen bis 2021 von Einbußen von 28 Prozent aus, Banken erwarten Rückgänge von 24 Prozent. Die größten Herausforderung bei der Zusammenarbeit mit Fintech-Start-ups sieht fast die Hälfte (49 Prozent) der traditionellen Finanzdienstleister in der IT-Sicherheit.

Paradigmenwechsel

Fintech bedeute einen Paradigmenwechsel, die traditionelle Vermittlerrolle von Unternehmen aus der Finanzbranche werde von neuen technologiebasierten Geschäftsmodellen übernommen, sagte Dieter Harreither von PwC Österreich. Nach Schätzungen von PwC werden in den nächsten drei bis fünf Jahren weltweit mehr als 135 Milliarden Euro in den Fintech-Bereich investiert.