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Start-up "Die Beleuchtungsbranche wird gerade durchgeschüttelt".

Smarte Lampe von Luke Roberts
Smarte Lampe von Luke Roberts - Foto: Luke Roberts
Luke Roberts feiert mit einer smarten Leuchte auf Crowdfunding-Plattformen Erfolge. Nun will das Start-up ein Vertriebsnetz aufbauen und zum "Sonos für Leuchten" werden.

Rund 1500 Stück seiner smarten Leuchte hat das Wiener Start-up Luke Roberts bereits auf den Crowdfunding-Plattformen Kickstarter und Indiegogo verkauft. "Ende August werden die ersten Bestellungen ausgeliefert", sagt Luke-Roberts-Gründer Robert Kopka zur futurezone.

Luke Roberts
Die smarte Lampe von Luke Roberts wird per Smartphohne gesteuert - Foto: Luke Roberts
Mit der Hängeleuchte, die 300 LEDs enthält und über Linsenoptik das Licht in verschiedene Bereiche strahlt, lässt sich die Lichtstimmung in größeren Räumen per Smartphone steuern. Der Esstisch kann etwa in grelles Licht getaucht werden, während die Lichtstimmung beim Sofa schummrig bleibt. Mit der smarten Leuchte platziert sich das Wiener Start-up im Premium-Bereich. Derzeit kann sie etwa auf Indiegogo für rund 480 Euro vorbestellt werden, als regulärer Preis werden knapp 700 Euro angegeben. Die Technologie für die dynamische Beleuchtung, hat das Start-up bereits zum Patent angemeldet.  

Vertriebsstrukturen

"Crowdfunding war für uns sehr wichtig, auch um Investoren zu finden. Wir konnten zeigen, dass es einen Markt gibt", erzählt Kopka. Mehr als 500.000 Euro hat das Start-up über Kickstarter und Indiegogo eingenommen, nun sollen Strukturen für den regulären Vertrieb geschaffen werden. Den Schwerpunkt legt man dabei zunächst auf den Online-Handel, der 70 bis 80 Prozent der Umsätze beisteuern soll. Daneben will man auch mit Fachhändlern in großen Städten in Europa und den USA zusammenarbeiten. Mittelfristig sollen auch Firmenkunden beliefert und etwa Hotels oder Büros mit den smarten Leuchten ausgestattet werden.

Produziert wird die Leuchte in Österreich. Die aus der Steiermark und Oberösterreich stammenden Kunststoff- und Aluminiumteile werden in Tirol zusammengebaut. Hard- und Software werden vom Start-up entwickelt.

Smart Home-Integration

Gearbeitet wird auch an der Integration der Leuchte in die Smart-Home-Plattformen von Apple, Google und Amazon. "Die Kunden fragen gezielt danach", erzählt Kopka. "Wir haben uns bewusst für die drei großen Plattformen entschieden. Sie werden die Standards setzen."

Luke Roberts
Luke Roberts-Gründer: Lukas Pilat und Robert Kopka (rechts) - Foto: Luke Roberts
Die Leuchtenbranche werde durch das Glühbirnenverbot der EU und den Trend zum Smart Home gerade durchgeschüttelt. Bei Design und Funktion von Leuchten sei die Branche wenig innovativ, sagt Kopka. Vorteile der LEDs, wie etwa die Möglichkeit der Steuerung und die Flexibilität, blieben auf der Strecke: "Wir haben unsere Lampe ausgehend von der LED-Technologie komplett neu gedacht."

Investorensuche

Für den Aufbau des Vertriebs sucht das Start-up Investoren. Eine kleine Finanzierung solle im Herbst abgeschlossen werden, sagt Kopka. Erste Investoren, darunter Camouflage Ventures, sind bei dem Start-up bereits seit längerem an Bord. Ansonsten wurde Luke Roberts mit Eigenmitteln der Gründer und Förderungen, unter anderem von der Förderbank austria wirtschaftsservice (aws), finanziert.

Der Name Luke Roberts setzt sich aus den Vornamen der beiden Gründer - Lukas (Pilat) und Robert (Kopka) - zusammen. Dass es mittlerweile auch ein Schauspieler mit dem Namen gibt, beunruhigt Kopka nicht. "Wir haben uns die Marke im Bereich Beleuchtung gesichert", erzählt der Gründer. "Der Schauspieler ist zum Glück nur ein C-Promi. Wir hoffen, dass er keinen Oscar gewinnt."

Weitere Produkte

Bei dem Start-up werden aber auch schon die nächsten Produkte angedacht. Geplant ist etwa eine Stehlampe, von der bereits ein Prototyp existiert. Frühestens im nächsten Jahr soll sie erhältlich sein, erzählt Kopka. Ziel sei es, so etwas wie ein "Sonos für Leuchten" zu werden. Ebenso wie der US-Lautsprecherhersteller entwickle man Hard- und Software selbst und wolle mittelfristig über eine kleine Palette an hochqualitativen Premiumprodukten verfügen: "Für uns heißt das, dass wir die Marke aufbauen müssen, das ist eine große Herausforderung."

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen futurezone und aws (austria wirtschaftsservice).

(futurezone) Erstellt am 17.08.2017, 06:00

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