Start-ups
07.01.2017

Kündigungswelle bei Bluttest-Start-up Theranos

Das einst gefeierte Start-up entlässt 41 Prozent seiner Mitarbeiter und will mit einem neuen Bluttest-Gerät einen Neustart versuchen

Die Firma der ehemaligen Starunternehmerin Elizabeth Holmes teilte am Freitag mit, weitere 155 Jobs zu streichen. Das entspricht etwa 41 Prozent der Belegschaft. Das nach der Einstellung des Kerngeschäfts mit eigenen Laboren massiv geschrumpfte Unternehmen soll künftig mit nur noch 220 Mitarbeitern auskommen. 340 Arbeitsplätze hatte Theranos bereits im Oktober abgeschafft. Das verbleibende Team soll nun das neue Bluttest-Gerät „miniLab“ entwickeln.

Umjubelter Star

Holmes war mit ihrem von Investoren zwischenzeitlich mit über neun Milliarden Dollar (8,57 Mrd. Euro) bewerteten Start-up eine Zeit lang ein umjubelter Star des Silicon Valley. Theranos versprach, Bluttests durch deutlich kleinere Proben zu revolutionieren. Dann warf eine Serie von Enthüllungsberichten im „ Wall Street Journal“ jedoch erhebliche Zweifel an der Technologie auf und stieß die Firma in eine tiefe Krise.

Theranos wehrt sich zwar gegen die Vorwürfe. Doch im Zuge der Ermittlungen der US-Behörden stürzte das Unternehmen weiter ab. Jetzt soll mit „miniLab“ ein Neustart versucht werden.