Unter anderemHarald Mahrer fordert einenBeteiligungsfreibetrag

© KURIER/Gerhard Deutsch

Beteiligungsfreibetrag
04/08/2016

Start-up-Finanzierung soll attraktiver werden

Im Rahmen der Wirtschaftsreferenten-Tagung wurde Finanzminister Hans Jörg Schelling aufgefordert, einen Beteiligungsfreibetrag für Start-up-Investments zu prüfen.

Am Freitag findet in Tirol die Tagung der Landeswirtschaftsreferenten statt. Dort steht abermals die Einführung eines Beteiligungsfreibetrags auf der Tagesordnung. Dessen Einführung soll nun auf Ersuchen der Wirtschaftsreferenten von Finanzminister Hans Jörg Schelling geprüft werden.

Mehr Investitionen

Ziel sei es, dass sich mehr private Kapitalgeber an Klein- und Mittelbetrieben bzw. Start-ups beteiligen, wie es aus dem Büro von Staatssekretärs Harald Mahrer heißt, der an der Konferenz teilnimmt. Konkret könnte ein solcher Beteiligungsfreibetrag 100.000 Euro ausmachen, wobei steuerlich jährlich je 20.000 Euro innerhalb von fünf Jahren abschreibbar wären.

Derzeit ist es so, dass Gewinne in Start-ups voll besteuert werden. Nicht zuletzt dadurch würde eine Finanzierungslücke für junge, wachstumsorientierte Unternehmen entstehen, wie es von Befürwortern heißt.

Genug Kapital vorhanden

Laut Mahrer ist in Österreich genug privates Kapital vorhanden, es brauche jedoch steuerliche Anreize, damit investiert wird. „Das Thema Finanzierung ist ein Dauerbrenner bei KMU und Start-Ups. Wir brauchen weitere attraktive Instrumente, um die Finanzierungslücke - insbesondere in der Wachstumsphase - zu schließen“, so Mahrer in einem Statement.

In anderen Ländern wie Deutschland oder England gibt es bereits ähnliche Freibeträge. An diesen Modellen habe man sich auch orientiert, da sie sich dort bewährt haben - „warum also nicht international erprobtes in Österreich umsetzen“, so Mahrer am Freitag.