Die Start-ups des Förderprogramms aws First der Jahre 2015 und 2016 bei der aws First Night in Wien

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New Economy
10/13/2016

Start-up-Programm aws First geht in dritte Runde

Bei der aws First Night am Mittwoch wurden neue Start-ups vorgestellt, die ein Jahr lang unterstützt und auf die Unternehmensgründung vorbereitet werden.

von David Kotrba

Mentoring, Trainings, Vernetzung und finanzielle Unterstützung bietet das Programm aws First neuen Start-ups. Am Mittwoch fiel der Startschuss für die dritte Runde des Förderprojekts. Der bisherige Erfolg lasse sich sehen, meint Programmleiterin Lisa Knotzer: "Mehr als die Hälfte der bisher betreuten Start-ups haben bereits ein Unternehmen gegründet."

"Yes, we do"

Ab sofort werden acht neue Schützlinge ein Jahr lang auf ihrem Weg zum Unternehmertum begleitet. Bei der aws First Night gab ihnen Ex-Finanzminister Hannes Androsch Mut mit: "Die größte Herausforderung für Selbstständige ist das Risiko, die Ungewissheit. Wie man gerade am Samsung-Galaxy-Note-7-Fall sehen kann, betrifft dies heute selbst größte Unternehmen. Dennoch muss man etwas wagen und darf nicht aufgeben."

Österreicher seien rund um den Globus in verantwortungsvollen Positionen zu finden, meint Androsch. Man sehe daran, dass sich Barack Obamas bekannter Spruch "Yes, we can" gerade auf heimische Unternehmen anwenden lasse. Er solle jedoch unbedingt rasch zu "Yes, we do" ausgebaut werden.

Neue Ideen

Sieben der acht Start-ups, die in einem mehrstufigen Bewerbungsprozess für aws First 2016 ausgewählt wurden, stellten ihre Ideen am Mittwoch vor: Eventshare plant eine App, um Veranstaltungen live zu bewerten. Plan.uni will ein System zur Semesterplanung für Studenten verbreiten. Ownless plant einen Online-Kameraverleih. Design 2 will eine eigene Möbelkollektion auf den Markt bringen. Ironwomen will die Blutdiagnostik vereinfachen. BottLED hat eine animierte Flaschenbeleuchtung für Bars entwickelt. Um die Produktionsergebnisse von 3D-Druckern zu verbessern will Heat 3D eine beheizte Druckplatte zum Nachrüsten auf den Markt bringen.

Sämtliche der neuen Start-up-Teams zeigten sich topmotiviert. Auf die Frage, wer ihr größtes Vorbild sei, antworteten die meisten mit Tesla-Gründer Elon Musk. Nur die drei Gründer von BottLED sahen eher Mama und Papa als ihre Helden. Auffällig ist der gemeinsame Ausbildungshintergrund vieler Start-up-Gründer. Etliche ihrer Produktideen gehen aus HTL-Diplomarbeitsprojekten hervor.

Pitch Challenge

Wohl auch um die Fortschritte zu präsentieren, die aws First bei seinen unterstützten Start-ups hervorbringt, wurde bei der aws First Night auch eine Pitch Challenge veranstaltet. Dabei traten sechs der im Vorjahr für das Förderprogramm Auserkorenen gegeneinander an: Flatify (Mietapartment-Verwaltung), Paer (P2P-Lernplattform), Die Hauptrolle (Magazin auf Klopapier), Jukebag (Jukebox in Rucksackform), Treepol (Akku-Steuerung) und Cube Control (Lampensteuerung).

Die jeweils drei Minuten langen Präsentationen wirkten durchgehend professionell und wurden mit teilweise mit viel Humor vorgetragen. Die vier Jukebag-Gründer legten etwa eine kleine Beatbox-Einlage auf der Bühne hin, die beiden Gründer von Die Hauptrolle verteilten bedrucktes Toilettenpapier im Publikum. Der Sieger der Pitch Challenge wurde per Online-Voting ermittelt. Cube Control überzeugte das Publikum mit einer würfelförmigen Fernbedienung für smarte LED-Lampen und erhielt einen 3000-Euro-Geldpreis.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Medienkooperation mit aws. Die redaktionelle Hoheit obliegt allein der futurezone-Redaktion.