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Digital Life

Massive Cyberattacke legte Internet in Belgien weitgehend lahm

In Belgien legte ein Cyberangriff auf Regierungsbehörden, das Parlament, Schulen und wissenschaftliche Institutionen das Internet weitgehend lahm. Bei dem Angriff wurde der Internetanbieter Belnet ins Visier genommen, der rund 200 Organisationen und Institutionen zu seinen Kunden zählt und auch die Netzwerke für die belgische Regierung bereitstellt. 

In einem Statement spricht Belnet von mehreren aufeinanderfolgenden Wellen, in denen die Angriffe stattfanden. Die Attacke startete am Dienstag und lies die Webseiten durch den erhöhten Traffic zusammenbrechen. Dabei wurde die Internetverbindung von mehreren der von Belnet betreuten Organisationen und Institutionen mehrfach unterbrochen.

Zusammenbruch des Netzwerks

Bei dem Angriff handelt es sich um einen Denial-of-Service-Angriff (DDoS). Dabei wird das Netzwerk so überlastet, dass bestimmte Webseiten und Services nicht mehr verfügbar sind. Solche Attacken sollen nur das Netzwerk zum Zusammenbruch bringen, Daten wurden laut Belnet nicht gestohlen. 

Belnet arbeitete mit dem Centre for Cyber Security Belgium (CCB) zusammen, um den Angriff abzuwehren. Das gelang dem Team am Dienstagabend. "Der DDoS-Angriff war so groß, dass unser gesamtes Netzwerk überlastet war. Die Tatsache, dass die Täter ihre Taktik ständig geändert haben, hat seine Neutralisierung noch erschwert ", erklärt Dirk Haex, technischer Leiter bei Belnet.

Täter unbekannt

Das System sei wieder einsatzbereit, man sei aber vorsichtig, falls Folgeangriffe stattfinden. Die Täter konnten derzeit noch nicht identifiziert werden. Belnet hat bei der belgischen Federal Computer Crime Unit Beschwerde eingereicht und untersucht den Fall weiter.

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