Generationenwechsel bei HoT: Ventocom bekommt neuen Chef
Niemand anderer hat den österreichischen Mobilfunkmarkt mehr geprägt als Michael Krammer. Mehr als 30 Jahre lang hat er die Mobilfunklandschaft maßgeblich und nachhaltig mitgestaltet. Nun zieht sich Krammer schrittweise zurück. Neuer Ventocom-Chef wird sein Sohn Claus Krammer.
Ventocom zählt 1,6 Millionen Kunden und ist damit die Nummer 4 am heimischen Mobilfunkmarkt, hinter A1, Magenta und Drei. Die bekannteste und erfolgreichste Marke des Unternehmens ist HoT, danach folgen Raiffeisen Mobil und Liwest Mobil. Auch in Ungarn und Slowenien ist Ventocom aktiv.
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Was der Chefwechsel für die Kunden bedeutet
Claus Krammer hat sich in den vergangenen 2 Jahren mit dem Unternehmen vertraut gemacht - unter anderem im Kundenservice. Der 37-jährige frühere Fondsmanager will an der Unternehmensstrategie nichts ändern: Das Versprechen von HoT, "niemals teurer, sondern nur besser oder billiger zu werden", werde weiterhin gelten. Auch für die anderen Mobilfunkmarken sind vorerst keine Änderungen zu erwarten.
Michael Krammer und Claus Krammer
© Ventocom
Michael Krammer wird der Ventocom noch ein Jahr lang als Berater zur Seite stehen. Künftig möchte er sich mehr auf den Radsport konzentrieren, sich seinen Oldtimern und einigen Start-up-Beteiligungen widmen.
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Neue Preispolitik
Krammer war seit Mitte der 1990er-Jahre im heimischen Mobilfunk tätig. Max.mobil, One, tele.ring und Orange zählen zu seinen Stationen, ebenso wie E-Plus in Deutschland. 2013 gründete er Ventocom und schickte mit HoT (Hofer Telekom) einen virtuellen Mobilfunkbetreiber (MVNO) ins Rennen, der rasch zum erfolgreichsten Produkt des Unternehmens wurde.
Mit HoT hat Krammer den Mobilfunkmarkt nach Verschwinden des 4. Netzbetreibers Orange (One) mit einer aggressiven Preispolitik neu belebt. HoT in das Netz von Magenta eingemietet. Der Vertrag mit Magenta wurde vor 2 Jahren verlängert und läuft bis Mitte 2030.