NASA stellt ihre 20-Milliarden-Dollar Mondbasis vor
Die NASA hat angekündigt, innerhalb von 7 Jahren eine permanente Mondbasis bauen zu wollen. Der Chef der US-Weltraumagentur, Jared Isaacman, präsentierte den neuen Plan während des "Ignition"-Events in Washington D.C.
Dafür sollen insgesamt 20 Milliarden Dollar (17,6 Milliarden Euro) investiert werden. Eine Maßnahme sei es, statt sporadisch geplanter Flüge zum Mond eine Regelmäßigkeit von 2 Mondlandungen pro Jahr zu erreichen. Langfristig soll dafür die NASA-eigene SLS-Rakete durch Launcher von Blue Origin und SpaceX ersetzt werden. Beide Firmen bauen derzeit auch die Lunar Lander für die NASA, mit denen die Astronauten auf dem Mond aufsetzen sollen.
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In 3 Phasen zur Mondbasis
Das Vorhaben soll in 3 Phasen ablaufen. In der ersten Phase soll ein fester Start- und Landeplan erarbeitet werden. Zudem sollen Rover und anderes technisches Equipment auf die Mondoberfläche gebracht werden. So will man z.B. umsetzbare Konzepte für den Aufbau von Kommunikations-, Navigations- und Stromnetzwerken erarbeiten.
Die Mondbasis soll in 3 Phasen entstehen (schematische Darstellung)
© NASA TV
In der zweiten Phase soll die erste Infrastruktur erbaut werden. Geplant ist eine "semi-habitable" Station. Damit ist vermutlich eine temporäre Basis gemeint, die Astronauten kurzzeitig einen Aufenthalt auf dem Mond ermöglicht und "grundlegende astronautische Aktivitäten auf der Oberfläche unterstützen", so Isaacman. Dafür will die NASA mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, genannt wurde hier die japanische Weltraumagentur JAXA.
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In der dritten und finalen Phase soll ein permanentes Mondhabitat errichtet werden, inklusive Stromgeneratoren, bemannte und unbemannte Rover und einem Kommunikationsnetzwerk, das einem Handynetz gleicht, so der NASA-Chef. Für die Umsetzung will die NASA mit privaten Unternehmen und internationalen Partnern zusammenarbeiten.
Was nun mit dem in Italien von Thales Alenia Space gefertigten HALO-Modul für das Gateway passiert, ist noch unklar. Seit April 2025 lagert es bei Northrop Grumman in Arizona.
© NASA/Josh Valcarcel
Aus für Lunar Gateway
Inwiefern die europäische Weltraumorganisation ESA involviert sein könnte, ist derzeit unklar. Die Pläne für die gemeinsame Raumstation "Lunar Gateway" zwischen Mond und Erde werden jedenfalls "pausiert", heißt es. Man untersuche, inwiefern Konzepte anderweitig genutzt werden könnten.
Die ESA hat bereits mehrere Bauteile für das Lunar Gateway an die NASA geliefert. Man wolle diese bestehende Hardware umwidmen und die Zusagen an die internationalen Partner anpassen, heißt es in einer Mitteilung. Die ESA teilte mit, dass man im engen Austausch mit der NASA steht.
Nuklearbetriebenes Raumschiff
Außerdem plant die NASA, bis 2028 das erste nuklearbetriebene Raumschiff mit dem Space Reactor 1 (SR-1) im Rahmen der "Skyfall"-Mission zum Mars zu schicken, sagte Isaacman weiter. "Die NASA ist verpflichtet, erneut das fast Unmögliche zu erreichen: Vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Trump auf den Mond zurückzukehren, eine Mondbasis zu bauen, eine anhaltende Präsenz zu etablieren und die anderen Dinge zu tun, die eine amerikanische Führerschaft im Weltraum sicherstellen."