Apple-Music-Chef spricht aus, was alle über Lossless denken
Oliver Schusser ist beim iPhone-Hersteller für den Musik-Streamingdienst Apple Music zuständig und hat sich kürzlich in einem Interview mit Billboard über Lossless-Audio geäußert. Dabei spricht er aus, was sich viele ohnehin schon lange denken.
Er wurde gefragt, ob er auch glaube, dass die meisten Durchschnittsnutzer den Unterschied zwischen Lossless-Audio und herkömmlichen Audioformaten gar nicht wirklich hören können. "Richtig", sagt der Apple-Manager.
"Wenn wir ganz ehrlich sind und einen anonymen Blindtest mit einem iPhone und Kopfhörern machen würden, dann kann ich Ihnen sagen, dass die meisten Nutzer den Unterschied nicht feststellen könnten", wird der gebürtige Deutsche im Billboard-Interview zitiert.
➤ Mehr lesen: AirPods Max 2 im Test: Meine 3 Wochen mit den teuren Apple-Kopfhörern
Mit einer Kabelverbindung ermöglichen die Apple AirPods Max 2 Lossless-Audio.
© Thomas Prenner
Spatial Audio statt Lossless
Das sei genau der Grund, warum Apple das Format "Spatial Audio" geschaffen hat. Hier würden nämlich auch Durchnittsnutzer einen Unterschied bemerken. Schusser sieht Spatial Audio als eine entscheidende Weiterentwicklung und zieht Vergleiche zur Umstellung von Mono auf Stereo.
Spatial Audio ist eine Art von 3D-Audio, bei der ein räumlicher Klang über Kopfhörer in den Ohren ankommen soll. Gleichzeitig gibt es bei Spatial Audio auch die Möglichkeit des dynamischen Head-Trackings: Wenn man etwa ein Video auf einem iPhone schaut und den Kopf nach rechts dreht, dann bleibt der Ton virtuell am iPhone hängen. Es klingt so, als würde der Ton von dort herkommen, wo sich das iPhone befindet.
➤ Mehr lesen: Sennheiser HDB 630 im Test: Was bringt der Dongle wirklich?