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Chinas vierbeinige Kriegsroboter greifen im Rudel an

Chinas vierbeinige “Roboterhunde” hatten einen Auftritt im Staatsfernsehen, wodurch eine neue Art und Weise des Einsatzes bekannt wurde. Anstatt einzeln sollen sie künftig als Rudel auftreten.

Wie der staatliche Sender CCTV in der Dokumentationsreihe „Unmanned Competition“ zeigt, haben sich die Roboterdoggen zu einem vernetzten Schwarmsystem entwickelt, das speziell für komplexe Aufgaben in der urbanen Kriegsführung konzipiert ist. Von der Sendung berichtet die South China Morning Post.

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Sensornetzwerk

Durch ein gemeinsames Sensornetzwerk, das als kollektives Gehirn fungiert, können die Maschinen Informationen in Echtzeit austauschen und autonome Entscheidungen innerhalb der Gruppe treffen. Das System setzt sich aus spezialisierten Varianten zusammen, die unterschiedliche taktische Rollen übernehmen, ähnlich einem natürlichen Wolfsrudel

Während das Modell Shadow für die Aufklärung und das Erstellen eines präzisen Lagebildes zuständig ist, übernimmt die Bloody-Variante den bewaffneten Kampf und kann mit Maschinengewehren oder Granatwerfern bestückt werden. Für den logistischen Nachschub in schwierigem Gelände ist das Polar-Modell vorgesehen.

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Die Roboter erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von 15 km/h und können Nutzlasten von bis zu 25 Kilogramm transportieren. Im Vergleich zu früheren Modellen verfügen sie über eine verbesserte Gelenkflexibilität und eine höhere Ausdauer unter extremen Umweltbedingungen. Künstliche Intelligenz erlaubt es den Robotern zudem, sich an unterschiedliche Terrains anzupassen und Hindernisse selbstständig zu umgehen.

Die Steuerung der Einheiten erfolgt über verschiedene Möglichkeiten, darunter taktische Handschuhe, die direkt an der Ausrüstung des Soldaten befestigt sind. Trotz der hohen Autonomie bei der Zielidentifizierung und der Navigation betont das chinesische Militär, dass für den Einsatz tödlicher Gewalt weiterhin eine menschliche Bestätigung erforderlich sei. 

Autonome Schiffe und Drohnen

China setzt stark auf vollautomatische Technik im Verteidigungskontext. Zeitgleich hat das chinesische Staatsfernsehen auch autonome Patrouillenschiffe vom Typ L30 sowie das Drohnen-System Atlas, das bis zu 96 Einheiten unter einer einzigen Steuerung koordiniert, vorgestellt.

Zhang Wei, Wissenschaftler am Intelligent Technology Research Institute der China Electronics Technology Group Corporation, die das Atlas-System entwickelt, sagte gegenüber CCTV, dass die Entwicklung von Drohnenschwärmen darauf abzielt, „Koordination ohne Kommunikation“ zu erreichen. Das heißt, die Drohnen sollen aufeinander reagieren, auch wenn keine Kommunikationssignale ausgetauscht werden, etwa weil sie gestört werden. Das "Jammen" von Kommunikationssignalen ist im modernen Krieg ein häufig benutztes Mittel.

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Propaganda

Beim Einordnen derartiger Berichte sollte man allerdings auch immer skeptisch sein. Die Veröffentlichungen des staatlichen Senders CCTV dienen in der Regel nicht nur der Information, sondern sind fester Bestandteil der Propaganda und militärischen Abschreckung Chinas.

Wie fähig Chinas Systeme sind, lässt sich von außen kaum unabhängig verifizieren. In der Vergangenheit wurden oft Prototypen gezeigt, die Serienreife nur suggerierten. Die wahren Fähigkeiten der autonomen Systeme sind also zumindest fraglich.

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