Digital Life

Pro-russische Hackergruppe bekennt sich zu Cyberattacke auf Post

Zu keiner Zeit werden mehr Pakete verschickt als in den Wochen vor Weihnachten. Je näher das Fest rückt, desto stressiger wird das für Post und Zustellunternehmen. 

Montag früh, also nur 2 Tage vor Weihnachten, wurde die französische Post Ziel einer Cyberattacke. Die Webseite war nicht erreichbar und die Paketzustellung gestört, wie TF1 Info berichtete. Auch bei der Banque Postale, der französischen Postbank, kam es zu Problemen – zeitweise war die Banking-App nicht nutzbar.

Mittlerweile reklamiert die Gruppe „Noname057“ den Hack für sich. Sie gilt als russisch bzw. pro-russisch und hatte laut TF1 Info auch mit Angriffen gegen die Pariser Verkehrsbetriebe und staatliche Webservices zu tun.

DDoS-Attacke 

Bei dem Angriff handelte es sich um eine sogenannte „Distributed Denial of Service“-Attacke (DDoS). Dabei wird ein Dienst mit so vielen Anfragen geflutet, bis er überlastet und nicht mehr erreichbar ist. 

Am 24. Dezember habe die Intensität des Angriffs abgenommen. Zwar sei die Sendungsverfolgung online noch eingeschränkt, die Zustellung könne aber wieder normal erfolgen. Persönliche Daten von Kundinnen und Kunden seien nicht betroffen und weiterhin sicher, heißt es auf der Seite der französischen Post.

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Inlandsgeheimdienst ermittelt

Mittlerweile habe der französische Inlandsgeheimdienst Direction générale de la sécurité intérieure (DGSI) die Übermittlungen übernommen, heißt es bei der Nachrichtenagentur AP. Die mutmaßliche verantwortliche Gruppe Noname057 bestehe aus fast 500 Mitgliedern und stand in den vergangenen beiden Jahren hinter mindestens 74.000 Cyberattacken auf der ganzen Welt, so TF1 Info.

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Im Sommer waren bei einer Europol-Aktion Teile der Infrastruktur von Noname057 offline genommen worden. Daran waren Frankreich, Finnland, Deutschland, Italien, Litauen, Polen, Spanien, Schweden, Schweiz, Tschechien, die Niederlande und die USA beteiligt, wie AP meldete.

Laut Europol hatte die Gruppe zunächst vorrangig ukrainische Institutionen angegriffen, später aber auch deren Verbündete ins Visier genommen. Frankreich stellt sich immer wieder klar an die Seite der Ukraine und hat das Land seit 2022 mit 8,6 Milliarden Euro unterstützt, wie France24 berichtet.

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